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Datum: Sonntag, 18.01.2009
Bibelstelle: Psalm 40, 13; 42, 7-12
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Auf festem Boden in Höhen und Tiefen des Lebens – Psalm 40 (Teil 3) - IV



Psalm 40
13 Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Sünden haben mich erreicht, dass ich nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen.
Psalm 42
7 Mein Gott, aufgelöst in mir ist meine Seele; darum denke ich an dich aus dem Land des Jordan und des Hermon, vom Berg Misar.
8 Urflut ruft der Urflut zu beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine Wogen und deine Wellen sind über mich hingegangen.
9 Des Tages wird der HERR seine Gnade aufbieten, und des Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.
10 Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: `Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd einhergehen, bedrückt durch den Feind?
11 Wie Mord in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?
12 Was bist du so aufgelöst, meine Seele, und was stöhnst du in mir? Harre auf Gott! - denn ich werde ihn noch preisen, das Heil meines Angesichts und meinen Gott.

In jenem Rundbrief heißt es weiter: »An einem Samstag, als ich im Bett lag,
schenkte mir Gott eine wunderbare Auslegung von dem, was ich schon
lange wusste, aber nie so in die Praxis umsetzen konnte wie jetzt. Plötzlich
bekommt der Glaube in dieser nicht überschaubaren Situation eine andere
Dimension. Gott zeigte mir Folgendes: Dein Leib ist ein Tempel des Heiligen
Geistes. Jesus Christus wohnt durch den Heiligen Geist in dir und bildet eine
WG – eine Wohngemeinschaft – mit dir. Paulus sagte es so: ›Christus in
euch, die Hoffnung der Herrlichkeit‹ (Kol. 1, 27b). Jesus Christus ist mit dir
ins Krankenhaus gegangen. Er ist bei jeder einzelnen Entscheidung, die
getroffen werden muss, dabei. Wenn er die medizinische Behandlung für
notwendig hält, dann steht er die Chemo mit dir durch. Er lässt dich keine
Sekunde allein, weder bei Tag noch bei Nacht. Das ist eine unwahrscheinlich
neue Erfahrung, die ich so noch nie in die Praxis umgesetzt hatte. Im Aufblick auf Jesus können wir Zeiten der Krankheit als Segenszeiten erleben.

Das möchte ich einfach als ganz praktische Erfahrung, wie ich sie gerade
durchlebe, an euch weitergeben.« (Lies 1. Mose 41, 52; Ps. 66, 10-12; 1. Petr.
4, 12-14.) Leiden kann auch ein Zeichen von Gottes Liebe zu mir sein. Wie
ein Bildhauer an seinem Meisterwerk arbeitet, feilt und hämmert, um etwas
wunderbar Gestaltetes darzustellen, so arbeitet Gott an uns und schleift die
Ecken und Kanten unseres Lebens mit der Absicht, dass wir ihm ähnlicher
werden. Dazu gebraucht er manchmal solche Zeiten, in denen er uns in die
ganze Abhängigkeit von ihm führt, damit unsere Beziehung zu ihm wieder
lebendig und inniger wird und er uns reich beschenken und segnen kann.
(Lies Hiob 36, 15. 16; Ps. 73, 23-26. 28; Hebr. 12, 5-11.)


 

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