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Datum: Mittwoch, 21.01.2009
Bibelstelle: Psalm 40, 13. 14; 1. Petrus 3, 18
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Auf festem Boden in Höhen und Tiefen des Lebens – Psalm 40 (Teil 3) - VII



Psalm 40
13 Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Sünden haben mich erreicht, dass ich nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen.
14 Lass dir gefallen, HERR, mich zu erretten! HERR, eile zu meiner Hilfe!
1. Petrus 3
18 Denn es ist auch Christus einmal für Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.

»Meine Sünden haben mich ergriffen . . . mein Herz ist verzagt.« So war es
David zumute, als ihm seine Sünden bewusst wurden. Verzagt, mutlos, zu
Boden geworfen, kraftlos und ohne Schwung, so stand er dem Leben mit
seinen Herausforderungen gegenüber. Die Auswirkungen der Sünde sind
gravierend: Sünde verheizt unsere Kräfte, sie blockiert uns in unserem
Denken und Handeln. Sünde baut nie auf, sondern stört und zerstört. Sie
hinterlässt Trümmer und Verwüstung. Sünde macht das Leben schwer und
das Herz verzagt. David wusste nicht nur um Sünden-Vergebung, er erlebte
sie auch; sonst hätte er das neue Lied in diesem Psalm nicht anstimmen
können. Aber war nun alles für ihn wie ausgelöscht angesichts seiner Schuld?
Kann ein bekehrter Christ, einer, der durch das Blut von Jesus Christus mit
Gott versöhnt ist, wieder in Not geraten durch Sünde? Wir wissen es aus
eigener Erfahrung, wie schnell wir schuldig werden durch schlechte Gedanken,
lieblose Worte und böse Taten. Aber wir brauchen deshalb nicht zu
verzagen. Wir können mit den Worten, die Jesus seine Jünger gelehrt hat,
zu ihm kommen und bitten: »Vergib mir meine Schuld, wie auch ich vergebe
meinen Schuldigern« (Matth. 6, 12; vgl. 1. Joh. 2, 1; Ps. 32, 5). Diese Gewissheit,
dass Jesus meine Schuld vergibt, wirkt unendlich befreiend. Es ist wie
ein Aufbruch aus dunkler Nacht ins helle Licht.

»Lass die vergebene Vergangenheit ruhen, lass sie bei Jesus und gehe mit
ihm der Zukunft entgegen. Das erlaubt uns ein echtes Aufatmen, denn Jesus
führt zu seiner Zeit heraus aus den Leiden ohne Zahl. Jesus ist bereit, die
Sünden, die ich nicht mehr überschauen kann, zu vergeben. Und deshalb
sagt den verzagten Herzen: ›Siehe da ist euer Gott! Seid getrost‹« (Jes. 35, 4;
O. Chambers).


 

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