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Datum: Donnerstag, 22.01.2009
Bibelstelle: Psalm 40, 13; Klagelieder 3, 40. 41. 55-58
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Auf festem Boden in Höhen und Tiefen des Lebens – Psalm 40 (Teil 3) - VIII



Psalm 40
13 Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine Sünden haben mich erreicht, dass ich nicht aufzublicken vermag; zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz hat mich verlassen.
Klagelieder Jeremias 3
40 Prüfen wollen wir unsere Wege und erforschen und umkehren zu dem HERRN!
41 Lasst uns unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel!
55 Da rief ich deinen Namen an, o HERR, aus der Grube tief unten.
56 Du hast meine Stimme gehört. Verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, meinem Schreien!
57 Du nahtest an dem Tag, als ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht!
58 Du hast, Herr, meinen Rechtsstreit geführt, hast mein Leben erlöst.

»Mein Herz ist verzagt.« Diese Verfassung kennt wohl jede(r) von uns. Wir
sind entmutigt. Notvolle Dinge, über die wir uns nicht einfach hinwegsetzen
können, belasten uns. Vielleicht ging es auch den Jüngern Petrus,
Johannes und Jakobus ähnlich. Sie hatten etwas schier Unverzeihliches
getan. Es war im Garten Gethsemane. Als Jesus sie in seinen schwersten
Stunden bat, mit ihm im Gebet zu wachen, schliefen sie ein. Doch der Herr
wandte sich deshalb nicht von ihnen ab, sondern richtete ihren Blick auf
das, was vor ihnen lag: »Steht auf, lasst uns gehen!« (Matth. 26, 46). Wenn
wir verzagt am Boden liegen, kann es hilfreich sein, das Nächstliegende zu
tun. Der Herr ist doch da. Er lässt uns nicht im Stich. Er sieht unsere schlechte
Verfassung. Ihm dürfen wir auch unser Versagen bringen. Er hört unser
Rufen. Das Gespräch mit Jesus vertieft die Gemeinschaft mit ihm und hilft,
Mutlosigkeit zu überwinden. Auch wenn die Gefühle streiken, steh auf, tu
den nächsten Schritt, geh mit Jesus weiter! »Siehe, ich habe dir geboten,
dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich
nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst« (Jos. 1,
9; 8, 1; 2. Chron. 7, 12-16). »Herr, ich staune über dich. Unverändert hältst du
mich. Ich versage, aber du bleibst treu. Unvergleichlich, wie du liebst, wie
du mir die Schuld vergibst. Voller Dank erbitte ich es neu: Jesus, leite mich
mit deinen Augen! Ich will gehn, weil du mich gehen heißt. Doch weil meine
Kräfte nicht viel taugen, bitte ich um deinen starken Geist« (P. Strauch).


 

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