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nächsten Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - IV vorherigen Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) – I Archiv Datum: Freitag, 30.01.2009 Bibelstelle: 1. Könige 19, 1-18 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) – II 1. Könige 19 1 Und Ahab berichtete der Isebel alles, was Elia getan hatte, und den ganzen [Hergang], wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte. 2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und liess [ihm] sagen: So sollen mir die Götter tun, und so sollen sie hinzufügen! Ja, morgen um diese Zeit mache ich dein Leben dem Leben eines von ihnen gleich! 3 Da fürchtete er sich; und er machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba, das zu Juda gehört; und er liess seinen Diener dort zurück. 4 Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagereise weit und kam und liess sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter. 5 Dann legte er sich nieder und schlief unter dem einen Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! 6 Und als er aufblickte, siehe, da [lagen] neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heissen Steinen [gebacken], und ein Krug Wasser. Und er ass und trank und legte sich wieder hin. 7 Und der Engel des HERRN kehrte zurück, [kam] zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: Steh auf, iss! Denn der Weg ist zu weit für dich. 8 Da stand er auf und ass und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes, den Horeb. 9 Dort ging er in die Höhle und übernachtete da. Und siehe, das Wort des HERRN [geschah] zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia? 10 Und er sagte: Ich habe sehr geeifert für den HERRN, den Gott der Heerscharen. Deinen Bund haben die Söhne Israel verlassen, haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht! Und ich allein bin übriggeblieben, ich allein, und [nun] trachten sie danach, [auch] mir das Leben zu nehmen. 11 Da sprach er: Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber. Da [kam] ein Wind, gross und stark, der die Berge zerriss und die Felsen zerschmetterte vor dem HERRN her; der HERR [aber] war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind ein Erdbeben; der HERR [aber] war nicht in dem Erdbeben. 12 Und nach dem Erdbeben ein Feuer, der HERR [aber] war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer der Ton eines leisen Wehens. 13 Und es geschah, als Elia das hörte, verhüllte er sein Gesicht mit seinem Mantel, ging hinaus und stellte sich in den Eingang der Höhle. Und siehe, eine Stimme geschah zu ihm: Was tust du hier, Elia? 14 Und er sagte: Ich habe sehr geeifert für den HERRN, den Gott der Heerscharen. Deinen Bund haben die Söhne Israel ja verlassen, haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht. Und ich bin übriggeblieben, ich allein, und [nun] trachten sie danach, [auch] mir das Leben zu nehmen. 15 Da sprach der HERR zu ihm: Geh, kehre auf deinem Weg durch die Wüste zurück [und geh] nach Damaskus! Und wenn du [dort] angekommen bist, dann salbe Hasael zum König über Aram! 16 Und Jehu, den Sohn des Nimschi, sollst du zum König über Israel salben; und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten an deiner Stelle salben! 17 Und es soll geschehen: wer dem Schwert Hasaels entkommt, den wird Jehu töten; und wer dem Schwert Jehus entkommt, den wird Elisa töten. 18 Aber ich habe 7 000 in Israel übriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat. Diese Geschichte zeichnet das Urbild einer Lebenskrise, auf die wir bis heute immer wieder stoßen – vielleicht sogar bei uns selbst. Entsetzen, Mutlosigkeit und Menschenfurcht hatten den Propheten erfasst. Elia war zwar ein standhafter Prophet, der sich viel abverlangte, aber eben kein »Übermensch«. Der Mann Gottes hatte Erfahrungen gemacht mit Enttäuschungen, Verzagtheit, Einsamkeit, Erschöpfung und Niedergeschlagenheit. In der Geschichte des Reiches Gottes finden wir nicht wenige Mitarbeiter, die Ähnliches wie Elia erfahren (haben). »Es ist auch bei Gottes Dienern nur ein kleiner Schritt vom Stehen zum Fallen. Wie alle Boten Gottes, von denen die Heilige Schrift erzählt, lässt sie auch Elia einen Menschen sein; sie hat nicht einen gemalten Heiligen aus ihm gemacht« (H. Lamparter). Gott baut sein Reich nicht mit Übermenschen, sondern mit verwundbaren, zerbrechlichen Leuten. Ein Ausleger schreibt dazu: »Unsere Gebrochenheit ist derart sichtbar und greifbar, derart konkret und individuell, dass man sich im Grunde gar nicht vorstellen kann, man könne über sehr viel anderes nachdenken. Die Führer und Propheten Israels, die auserwählt und gesegnet waren, haben alle ein sehr gebrochenes Leben geführt.« (Dazu Ps. 34, 19; 51, 19; Jes. 57, 15.) Wir fragen uns, warum Elia ausgerechnet nach diesem überwältigenden Sieg auf dem Berg Karmel in eine derartige Not geriet. Zuerst wollen wir über fünf Gründe nachdenken, die Elia in schwere Bedrängnis brachten. Dann schauen wir die Hilfestellungen des Herrn an, die zur Veränderung führen. 1. Elia dachte nicht mehr realistisch, er hatte keine klare Sicht mehr (V.1. 2). 2. Elia verzichtete auf stärkende und Mut machende Beziehungen (V. 3). 3.Elia befand sich in der Nachwirkung eines großen Sieges (Kap.18, 45. 46). 4. Er war körperlich erschöpft und gefühlsmäßig ausgelaugt (V. 4). 5. Er hatte sich im Selbstmitleid verrannt (V. 4b).
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