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nächsten Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - V vorherigen Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) – II Archiv Datum: Samstag, 31.01.2009 Bibelstelle: 1. Könige 19, 4-6 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - IV 1. Könige 19 4 Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagereise weit und kam und liess sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter. 5 Dann legte er sich nieder und schlief unter dem einen Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! 6 Und als er aufblickte, siehe, da [lagen] neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heissen Steinen [gebacken], und ein Krug Wasser. Und er ass und trank und legte sich wieder hin. 2. Elias Verzweiflung muss groß gewesen sein, denn er lässt auch seinen Diener zurück, um noch tiefer in die Wüste zu gelangen. Jetzt kam zu Angst und Erschöpfung die Einsamkeit hinzu. Entmutigte Menschen sind oft einsame Menschen. Aber Elia ist nicht nur mit sich selbst im Gespräch, er weiß trotz allem noch, dass er Gott alles sagen darf (V. 4). »Es ist schon ein erster Trost und ein halber Sieg, wenn ein Mensch so wie Elia sein Versagen und Verzagen dem Herrn vor die Füße legt« (H. Lamparter; vgl. 1. Mose 21, 14-17). Vor Erschöpfung schläft der Prophet ein, und Gott überrascht ihn mit einer stärkenden Mahlzeit, nicht mit einer Strafpredigt. Das geschieht übrigens zweimal. Gott nimmt sich seines »ausgebrannten« Dieners ganz praktisch an. 3. »Unsere verletzlichsten Momente kommen gewöhnlich, wenn wir gerade einen großen Sieg hinter uns haben, besonders, wenn dieser Sieg ein solches Gipfelerlebnis mit Gott ist wie hier bei Elia« (C. Swindoll). Nach den umwälzenden Ereignissen auf dem Karmel war bei Elia die »Luft raus«. So wurde er von der Strömung seiner verbrauchten physischen und psychischen Kräfte in die Wüste gezogen. Und doch war dort der Eine, der ihn stärkte und ermutigte und ihn wiederherstellte. Die Geschichte Gottes mit Elia kann weitergehen. Tiefpunkte sind für den Herrn keine Schlusspunkte, sondern Haltepunkte. Wir sind ihm viel zu wichtig, als dass er mit uns »Schluss machte«. 4. Elias körperliche und seelische Kräfte waren im anspruchsvollen Dienst für Gott und sein Volk ausgelaugt. Der Herr weiß das und bereitet seinen Diener für eine neue Begegnung mit sich selber vor. In der Gottesbegegnung liegt die eigentliche Hilfe für ermattete Menschen. (Dazu 4. Mose 23, 4; Ps. 59, 1-5; Amos 4, 12. 13.)
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