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nächsten Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) – VI vorherigen Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - IV Archiv Datum: Sonntag, 01.02.2009 Bibelstelle: 1. Könige 19, 4-9 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - V 1. Könige 19 4 Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagereise weit und kam und liess sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter. 5 Dann legte er sich nieder und schlief unter dem einen Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! 6 Und als er aufblickte, siehe, da [lagen] neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heissen Steinen [gebacken], und ein Krug Wasser. Und er ass und trank und legte sich wieder hin. 7 Und der Engel des HERRN kehrte zurück, [kam] zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: Steh auf, iss! Denn der Weg ist zu weit für dich. 8 Da stand er auf und ass und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes, den Horeb. 9 Dort ging er in die Höhle und übernachtete da. Und siehe, das Wort des HERRN [geschah] zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia? 5. Dort unter dem Busch in der Wüste, wo Elia Gott sein Herz ausschüttete, finden wir den Propheten in Selbstmitleid verstrickt. Er will nur noch sterben. Gott erfüllt Elia seinen Wunsch, aus dieser unglücklichen Lage herauszukommen, aber nicht so, wie dieser es sich gedacht hatte. Elia machte unter dem Strauch eine Erfahrung, wie sie auch uns vertraut ist, wenn wir uns in Selbstmitleid verstricken. Wir stellen fest, dass es eine »ungesunde« Gefühlsregung ist, die maßlos übertreibt und uns belügt. (Vgl. Jona 4, 1-11.) Gott aber will seine Leute aus der Höhle der Niedergeschlagenheit und des Selbstmitleids herausholen: • Der Herr berührt den Wunden Punkt bei Elia (V. 9. 10). Der Prophet spricht aus, wie sehr er für Gott gekämpft habe: und wirft ihm insgeheim vor, dass es nicht gerecht sei, wenn ausgerechnet er, der dem Herrn als einziger treu geblieben sei, mit dem Tod bedroht werde. Elia sieht nur noch das Negative. Die anderen Gläubigen sind ihm aus dem Blickfeld geraten (1. Kön. 18, 3. 4). • Der Herr offenbart sich Elia als der einzigartige Gott. Es trifft zu, dass er alles Widergöttliche erschüttern und vernichten wird (Sturmwind, Erdbeben, Feuer). Aber sein eigentliches Wesen, seine Liebe und Treue, will in der Stille vor ihm entdeckt werden. Wenn seine leise Stimme unser Herz berühren darf, hebt er uns aus der Enge in die Weite. (Lies 2.Sam. 22, 17-20; Jes. 49, 9b. 10.) • Der Herr hält neue Aufträge für Elia bereit (V. 15.19). Er hat seine Enttäuschung noch nicht überwunden (V. 14), aber Gott löst seinen Mitarbeiter aus der Unzufriedenheit, indem er ihn neu beauftragt. Es ist, als ob Gott zu seinem Boten spricht: Bleib nicht bei dir selber stehen. Blicke nach vorn. Ich will dich gebrauchen; denn ich habe dich lieb.
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