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nächsten Text: Je weniger Worte, desto besser ist das Gebet vorherigen Text: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - IX Archiv Datum: Freitag, 06.02.2009 Bibelstelle: 1. Könige 2, 1-11 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der Herr allein ist Gott – Aus dem Leben Elias (Teil 2) - X 2. Könige 2 1 Und es geschah, als der HERR den Elia im Sturmwind zum Himmel auffahren lassen wollte, da gingen Elia und Elisa von Gilgal fort. 2 Und Elia sagte zu Elisa: Bleib doch hier! Denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie gingen nach Bethel hinab. 3 Da kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der HERR heute deinen Herrn über deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still! 4 Und Elia sagte zu ihm: Elisa, bleib doch hier! Denn der HERR hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie kamen nach Jericho. 5 Da traten die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, zu Elisa und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der HERR heute deinen Herrn über deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still! 6 Und Elia sagte zu ihm: Bleib doch hier! Denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und so gingen sie beide miteinander. 7 Und fünfzig Mann von den Söhnen der Propheten gingen mit und blieben abseits stehen, als die beiden an den Jordan traten. 8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte [ihn] zusammen und schlug auf das Wasser. Und es teilte sich hierhin und dorthin, und die beiden gingen hinüber auf dem Trockenen. 9 Und es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sagte Elia zu Elisa: Bitte, was ich für dich tun soll, bevor ich von dir weggenommen werde! Elisa sagte: Dass mir doch ein zweifacher Anteil von deinem Geist [gegeben] werde! 10 Da sagte er: Du hast Schweres erbeten! Wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir weggenommen werde, dann wird dir das [gegeben] werden; wenn aber nicht, dann wird es [dir] nicht [gegeben] werden. 11 Und es geschah, während sie gingen, gingen und redeten, siehe da: ein feuriger Wagen und feurige Pferde, die sie beide voneinander trennten! Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel. Vergeblich warten wir auf ausführliche Gesprächsaufzeichnungen zwischen den beiden Propheten. Aber es werden keine unnützen Worte gewechselt. Elia rüstet sich innerlich, seinem Gott zu begegnen, und Elisa ehrt sein Schweigen. Führungen Gottes wollen nicht menschliche Neugier befriedigen, sondern dazu beitragen, dem Herrn tiefer zu vertrauen und ihm, nicht zuletzt durch unseren Gehorsam, alle Ehre zu geben. Das gilt auch für die »Studenten« der Propheten-Schulen, die es an verschiedenen Orten im Land gab. Die Propheten-Schüler lebten in der Regel in kleineren und größeren Wohngemeinschaften beieinander. Sie teilten für einen gewissen Zeitraum das Leben miteinander und bildeten auch eine Schul-Gemeinschaft. Von Elia, ihrem »Propheten-Vater«, lernten sie viel über den Gott Israels. Sie befassten sich mit seinem Wort, werden sich darüber ausgetauscht und vor allem ein Leben eingeübt haben, das sich am Willen Gottes orientiert. Dabei war Elia ihnen ein wirkliches Vorbild. Ob Elia sie auch auf sein wundersames Ende vorbereitet hatte? Oder ob sie durch den Heiligen Geist erkannten, dass der Herr heute Elia in seine Herrlichkeit aufnehmen würde, ohne dass der Prophet den Tod sah (V. 5)? Wollten sie Elisa ihre Erkenntnis lediglich mitteilen oder mit ihm ausführlicher über die eigentümlichen Vorgänge reden? Doch Elisa weist sie zurück. Es gibt Dinge, über die man keine Worte verlieren darf oder muss. – Auf ihrem gemeinsamen Weg waren Elia und Elisa inzwischen am Jordan angekommen. Elisa war treu an der Seite seines Lehrers und Freundes geblieben. Vielleicht ist seine Beharrlichkeit auch ein Abbild von Gottes Treue. Er bleibt immer bei den Seinen, auch wenn Menschen sich voneinander trennen müssen. Gott will unser ständiger Begleiter sein, bei Tag und bei Nacht. (Lies Ps. 40, 12; 121, 3; Spr. 3, 26.)
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