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Datum: Donnerstag, 12.02.2009
Bibelstelle: Römer 5, 5-11
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Frieden mit Gott – VI



Römer 5
5 Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.
6 Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist für uns Gottlose gestorben.
7 Nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben.
8 Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren.
9 So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind.
10 Denn so wir Gott versöhnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnet sind.
11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn JEsum Christum, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben.

Was ist das besondere Kennzeichen der Liebe Gottes? Christus ist schon
damals für uns gottlose Menschen gestorben, als wir noch der Sünde hilflos
ausgeliefert waren. Wer aber stirbt schon für solche, die Gott »abgesetzt«
haben, für Desinteressierte oder erbitterte Gegner? Für eine gute Sache
oder eine verehrte Persönlichkeit könnte man sein Leben vielleicht opfern,
aber für lauter »Ekelpakete«? (Röm. 1, 21ff; 3, 9ff) Gott jedoch hat seine
große Liebe gerade dadurch bewiesen, dass Christus für uns starb, als wir
noch von ihm getrennt lebten. Gottes Handeln durch seinen Sohn hebt sich
von allem ab, was jemals in ein Menschenherz gekommen ist. Am Kreuz
geschah nicht höchste Steigerung des Heldenhaften, sondern tiefste Erniedrigung (Phil. 2, 8; 1. Kor. 1, 18). Nie zu begreifende Liebe zu uns Sündern brach durch:

Durch Christus wird unsere Vergangenheit geklärt, indem wir »Frieden mit
Gott« bekommen haben (V. 1). Es wird zugleich unsere Gegenwart bewältigt,
weil die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen ist (V. 5). Und schließlich
werden wir vor dem in der Zukunft drohenden Gericht Gottes bewahrt

(V. 9). Im Evangelium, das Paulus verkündet, wird das zukünftige Zorngericht
nicht unterschlagen. »Wenn unsere Rede von der Liebe Gottes nicht
zu einer oberflächlichen Sentimentalität verkommen soll, so darf der Zorn
des gerechten und heiligen Gottes als Kehrseite zu seiner sich über uns
erbarmenden Liebe nicht verschwiegen werden« (K. J. Diehl). So eindeutig
Paulus das End-Gericht bezeugt, stiftet er damit in der Gemeinde doch
nicht eine Stimmung der Angst, sondern der Zuversicht, ja Freude: Die
Gemeinde ist durch den Tod von Jesus mit Gott versöhnt und wird kraft
seiner Auferstehung (»durch sein Leben«) errettet. Wenn das kein Grund zu
Lob und Anbetung Gottes ist! Am Gotteslob wird die lebendige Gemeinde
erkannt. (Lies Eph. 1, 1-10.)



 

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