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nächsten Text: Kennen wir unseren HERRN? - I vorherigen Text: Frieden mit Gott – IX Archiv Datum: Montag, 16.02.2009 Bibelstelle: Römer 5, 20. 21 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Frieden mit Gott – X Römer 5 20 Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf daß die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig worden ist, da ist doch die Gnade viel mächtiger worden, 21 auf daß, gleichwie die Sünde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch JEsum Christum, unsern Herrn. Die Macht der Sünde ist äußerst anschaulich. Sie bietet reichlich Stoff für Zeitschriften, Filme und Internet-Auftritte. Die Adamswelt ist sozusagen körperhaft in den Raum gestellt. Darum wirkt sie nicht nur mächtig, sondern übermächtig auf uns. Mit Christus und seiner Welt verhält es sich umgekehrt: Sie ist merkwürdig unanschaulich, ja unansehnlich. (Lies Luk. 17, 20; Joh. 18, 36; 1. Kor. 1, 26-28a.) Die Welt Gottes ist allein dem Glauben erkennbar. »Aber die Gnade, sagt der Apostel, ist nicht nur fast so mächtig wie die Sünde, nicht nur gleich mächtig wie die Sünde, sondern mächtiger. Das aber gilt es zu glauben. Das Übergewicht, die Übermacht der Gnade kann nur, allem gegenteiligen Augenschein zum Trotz, geglaubt werden« (W. Lüthi). Der Glaube an Jesus Christus, an die Übermacht seiner Gnade, ist immer ein Glauben, ohne zu schauen. »Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen« (2. Kor. 5, 7; vgl. Röm. 8, 24; 1. Petr. 1, 8). Und doch ist der Glaube an den Herrn nicht unsichtbar. Ihn begleiten Zeichen der übermächtigen Gnade Gottes. Ein Blick in unsere Geschichte bestätigt das. Dort, wo sich die Sünde besonders zusammenballte und der Tod massiv auftrat, fingen die Zeichen der übermächtigen Gnade Gottes an, sichtbar zu werden. Trotz schlimmster Verbrechen am jüdischen Volk vermochte selbst der ärgste Feind nicht, das Volk Gottes auszulöschen. Das gilt auch für die Jesus-Gemeinde: Sie wird bedrängt, bedroht, bis aufs Blut verfolgt, und doch wächst sie beständig. (Vgl. Apg. 12, 1. 2. 24.) Wenn alle Zeichen auf »Weltuntergang« stehen, wird das Signal-Zeichen der übermächtigen Gnade Gottes die Seinen in sein ewiges Reich abholen (1. Thess. 4, 16-18). »Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben« (Luk. 12, 32)!
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