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nächsten Text: Kennen wir unseren HERRN? - II vorherigen Text: Frieden mit Gott – X Archiv Datum: Dienstag, 17.02.2009 Bibelstelle: Kolosser 1, 9. 10 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Kennen wir unseren HERRN? - I Kolosser 1 19 Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehöret haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand, 10 daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken Ein Theologie-Professor stand am Ende seines Lebenswerkes. Jahrzehnte hindurch hatte er geforscht und gelehrt. Dicke Kommentare, dogmatische Bücher und Aufsätze konnte er veröffentlichen. Bis heute werden sie von vielen mit Gewinn gelesen. Nun war er mehr als achtzig Jahre alt, seine Kräfte ließen nach. Was sollte er jetzt noch schreiben und veröffentlichen? Worauf kommt es eigentlich an, was ist wirklich wichtig? Was muss jetzt – es war die Zeit des Dritten Reiches – unbedingt gesagt werden? Und dann schrieb Adolf Schlatter sein letztes Werk, ein Andachtsbuch mit 366 kurzen Auslegungen für jeden Tag des Jahres. Er gab seinem Buch den Titel: »Kennen wir Jesus?« In der Welt des Neuen Testamentes war Schlatter zu Hause wie kein anderer. Wenn einer über Jesus Bescheid wusste, dann er! Sein Leben war ein einziges Forschen. Bei ihm drehte sich alles um den Mann am Kreuz und den Auferstandenen am Ostermorgen. Und am Ende eines langen, erfüllten Lebens stellte er die alles entscheidende Frage: »Kennen wir Jesus?« Viele Jahre später stellte ein Theologe unserer Zeit fest: »Es fehlt an der Erkenntnis Gottes in der Gemeinde der Christen. Es geht bei der Erkenntnis um das Erkennen von Gottes Wesen. Erkenntnis ist mehr als Wissen. Wir können vieles wissen. Aber Erkenntnis ist verstandenes und gelebtes Wissen, darum werden im Wort Gottes Weisheit und Erkenntnis oft zusammen genannt« (H. Schmid). (Vgl. Spr. 5, 1. 2; 9, 10; Joh. 17, 3.) Reines »Kopfwissen« kann unseren Glauben gefährden, wenn wir Gottes Wort lediglich zur Kenntnis nehmen, es aber nicht unser Herz erreicht und wir es nicht in unserem Inneren bewegen und bewahren. Öffnen wir immer wieder unser Herz für das Reden Gottes, werden wir dem Herrn auch gehorsam sein. Und unser Leben wird von seinem Wort bestimmt und geprägt. (Lies Hos. 6, 3; Phil. 3, 8; Jak. 1, 22-25.)
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