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nächsten Text: Aus dem Leben Elisas – II vorherigen Text: Kennen wir unseren HERRN? - XV Archiv Datum: Mittwoch, 04.03.2009 Bibelstelle: 2. Könige 2, 1-14 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elisas – I 2. Könige 2 1 Da aber der Herr wollte Elia im Wetter gen Himmel holen, ging Elia und Elisa von Gilgal. 2 Und Elia sprach zu Elisa: Lieber, bleib hie; denn der Herr hat mich gen Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie hinab gen Bethel kamen, 3 gingen der Propheten Kinder, die zu Bethel waren, heraus zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißest du auch, daß der Herr wird deinen Herrn heute von deinen Häupten nehmen? Er aber sprach: Ich weiß es auch wohl; schweiget nur stille! 4 Und Elia sprach zu ihm: Elisa, Lieber, bleib hie; denn der Herr hat mich gen Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie gen Jericho kamen, 5 traten der Propheten Kinder, die zu Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißest du auch, daß der Herr wird deinen Herrn heute von deinen Häupten nehmen? Er aber sprach: Ich weiß es auch wohl; schweiget nur stille! 6 Und Elia sprach zu ihm: Lieber, bleib hie; denn der Herr hat mich gesandt an den Jordan. Er aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine Seele, ich verlasse dich nicht. Und gingen die beiden miteinander. 7 Aber fünfzig Männer unter der Propheten Kindern gingen hin und traten gegenüber von ferne; aber die beiden stunden am Jordan. 8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilete sich auf beiden Seiten, daß die beiden trocken durchhin gingen. 9 Und da sie hinüberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: Daß dein Geist bei mir sei zwiefältig. 10 Er sprach: Du hast ein Hartes gebeten; doch so du mich sehen wirst, wenn ich von dir genommen werde, so wird's ja sein; wo nicht, so wird's nicht sein. 11 Und da sie miteinander gingen, und er redete, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, und schieden die beiden voneinander; und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel. 12 Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reiter! Und sah ihn nicht mehr. Und er fassete seine Kleider und zerriß sie in zwei Stücke. 13 Und hub auf den Mantel Elias, der ihm entfallen war; und kehrete um und trat an das Ufer des Jordans. 14 Und nahm denselben Mantel Elias, der ihm entfallen war, und schlug ins Wasser und sprach: Wo ist nun der Herr, der Gott Elias? Und schlug ins Wasser; da teilete sich's auf beiden Seiten; und Elisa ging hindurch. Elisas Geschichte, die eine Segensgeschichte ist, beginnt nicht erst mit den Aufzeichnungen unseres heutigen Textabschnittes. Bereits in 1. Könige 19, 19-21 erfahren wir etwas über seine Berufungsgeschichte. Die Bedeutung seines Namens »Gott ist Heil« findet ihre Verwirklichung in Elisas Leben. Das können wir nur verstehen, wenn wir anerkennen, dass seine Berufung zum Propheten direkt von Gott ausging. Sein »Propheten-Vater« Elia war damals in einer sehr niedergedrückten Stimmung – da hinein erhält er den göttlichen Befehl, Elisa für den Prophetendienst an seiner Stelle zu salben. Nicht wir wählen Gott, er erwählt uns, damit wir Frucht bringen, und er sorgt auch dafür, dass seine Sache weitergeht. (Vgl. Ps. 65, 5; Joh. 15, 16.) Wir können davon ausgehen, dass zwischen der Salbung Elisas zum Propheten und dem Ereignis unseres Tagesabschnittes mehrere Jahre liegen. Es waren wohl Jahre der Stille, in denen Elisa innere Kraft für seinen zukünftigen Dienst sammelte. Dazu 2. Samuel 22, 33. Bei dem im Bibeltext festgehaltenen letzten gemeinsamen Auftreten der beiden Propheten zeigt sich diese gesammelte Kraft Elisas. Sie zeigt sich in der Standhaftigkeit, mit der er zu seinen Entschlüssen steht (V. 2. 4. 6). Sie zeigt sich im Wissen um Gottes Plan für Elia und ihn. Das Kommende, die Heimholung Elias, macht ihm keine Angst trotz allem Abschiedsschmerz (V. 3. 5). Seine innere Kraft wird besonders deutlich in seiner Bitte an Elia (V. 9-11). Wenn wir diesen Wunsch freigehabt hätten – worum hätten wir gebeten? Elisa bat nicht um ein Andenken oder letzte Anweisungen, sondern um das Wichtigste: Er bittet um das, was Gott auch uns schenken will – seinen Heiligen Geist. (Vgl. Apg. 1, 6-8; 1. Kor. 2, 12.) Zuletzt zeigt sich Elisas innere Kraft in einem tiefen Vertrauen auf den Gott, der Elia befähigt hatte, Wunder zu tun, und der nun auch ihn dazu gebrauchen wollte (V. 14).
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