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nächsten Text: Aus dem Leben Elisas – III vorherigen Text: Aus dem Leben Elisas – I Archiv Datum: Donnerstag, 05.03.2009 Bibelstelle: 2. Könige 2, 19-25 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elisas – II 2. Könige 2 19 Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen in dieser Stadt, wie mein Herr siehet; aber es ist böses Wasser und das Land unfruchtbar. 20 Er sprach: Bringet mir her eine neue Schale und tut Salz drein. Und sie brachten es ihm. 21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz drein und sprach: So spricht der Herr: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es soll hinfort kein Tod noch Unfruchtbarkeit daher kommen. 22 Also ward das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas, das er redete. 23 Und er ging hinauf gen Bethel. Und als er auf dem Wege hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und spotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! 24 Und er wandte sich um, und da er sie sah, fluchte er ihnen im Namen des Herrn. Da kamen zween Bären aus dem Walde und zerrissen der Kinder zweiundvierzig. 25 Von dannen ging er auf den Berg Karmel und kehrete um von dannen gen Samaria. Der Bericht zeigt, dass der Dienst für Gott immer ein Dienst zwischen Anerkennung und Ablehnung ist. Letztendlich aber sehen wir in dieser Geschichte, dass Gott zu seinen Dienern steht; und wer sie achtet oder verachtet, achtet oder verachtet zugleich den Herrn. (Vgl. Joh. 5, 23.) Zunächst beobachten wir, wie Elisa gleich nach Elias Aufnahme in den Himmel von den Menschen als dessen Nachfolger geschätzt und anerkannt wurde. Sie hatten Vertrauen zu ihm. Eine schlimme Notlage war in Jericho entstanden; die Wasser-Quelle war vergiftet. Elisa kann in der Kraft Gottes helfen. Die Menschen sind glücklich. Tod und Unfruchtbarkeit sind gebannt. Wo Gottes Macht wirken darf, entsteht fruchtbares Leben. Das gilt auch für unser Glaubens-Leben. Wir dürfen darum beten, dass dort, wo seither geistlicher Mangel, Schwäche und Tod regiert haben, Leben und Segen wachsen. (Vgl. Spr. 11, 30; Jer. 17, 7. 8.) Während die Bewohner Jerichos den Segen Gottes reichlich erfahren haben, geraten viele Menschen in Bethel unter das Gericht Gottes. Elisa hat den Ort noch nicht betreten, da stürmt eine Schar »kleiner Jungen« heran, möglicherweise von älteren Bürgern angestiftet. Sie machen sich über den Propheten lustig, beleidigen und verspotten ihn mächtig. Offensichtlich handelte es sich nicht um einen dummen Jungen-Streich, sondern um eine massive Verhöhnung und Entehrung des Boten Gottes. Wenn wir daran denken, dass Propheten gewissermaßen die sichtbaren Vertreter des unsichtbaren Gottes waren, trifft die Verachtung nicht bloß einen Menschen, dem Wertschätzung und Respekt gebührt, sondern Gott. Hier steht die Ehre Gottes auf dem Spiel. »Gott lässt keinen Spott mit sich treiben«, und »für den Spötter stehen Gerichte bereit« (Gal. 6, 7; Spr. 19, 26; vgl. 3. Mose 26, 21).
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