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10.03. Aus dem Leben Elisas – VII

09.03. Aus dem Leben Elisas – VI

08.03. Aus dem Leben Elisas – V

07.03. Aus dem Leben Elisas – IV

06.03. Aus dem Leben Elisas – III

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Datum: Freitag, 06.03.2009
Bibelstelle: 2. Könige 3, 1-20
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – III



2. Könige 3
1 Joram, der Sohn Ahabs, ward König über Israel zu Samaria im achtzehnten Jahr Josaphats, des Königs Judas; und regierte zwölf Jahre.
2 Und tat, das dem Herrn übel gefiel, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter. Denn er tat weg die Säule Baals, die sein Vater machen ließ.
3 Aber er blieb hangen an den Sünden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sündigen machte, und ließ nicht davon.
4 Mesa aber, der Moabiter König, hatte viel Schafe und zinsete dem Könige Israels Wolle von hunderttausend Lämmern und von hunderttausend Widdern.
5 Da aber Ahab tot war, fiel der Moabiter König ab vom Könige Israels.
6 Da zog zu derselben Zeit aus der König Joram von Samaria und ordnete das ganze Israel.
7 Und sandte hin zu Josaphat, dem Könige Judas, und ließ ihm sagen: Der Moabiter König ist von mir abgefallen; komm mit mir, zu streiten wider die Moabiter! Er sprach: Ich will hinaufkommen; ich bin wie du und mein Volk wie dein Volk und meine Rosse wie deine Rosse.
8 Und sprach: Durch welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Er sprach: Durch den Weg in der Wüste Edom.
9 Also zog hin der König Israels, der König Judas und der König Edoms. Und da sie sieben Tagreisen zogen, hatte das Heer und das Vieh, das unter ihnen war, kein Wasser.
10 Da sprach der König Israels: O wehe! Der Herr hat diese drei Könige geladen, daß er sie in der Moabiter Hände gäbe.
11 Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des Herrn hie, daß wir den Herrn durch ihn ratfragten? Da antwortete einer unter den Knechten des Königs Israels und sprach: Hie ist Elisa, der Sohn Saphats, der Elia Wasser auf die Hände goß.
12 Josaphat sprach: Des Herrn Wort ist bei ihm. Also zogen zu ihm hinab der König Israels und Josaphat und der König Edoms.
13 Elisa aber sprach zum Könige Israels: Was hast du mit mir zu schaffen? Gehe hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der König Israels sprach zu ihm: Nein; denn der Herr hat diese drei Könige geladen, daß er sie in der Moabiter Hände gäbe.
14 Elisa sprach: So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe, wenn ich nicht Josaphat, den König Judas, ansähe, ich wollte dich nicht ansehen noch achten.
15 So bringet mir nun einen Spielmann. Und da der Spielmann auf der Saite spielte, kam die Hand des Herrn auf ihn.
16 Und er sprach: So spricht der Herr: Machet hie und da Graben an diesem Bach!
17 Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; dennoch soll der Bach voll Wassers werden, daß ihr und euer Gesinde und euer Vieh trinket.
18 Dazu ist das ein Geringes vor dem Herrn, er wird auch die Moabiter in eure Hände geben,
19 daß ihr schlagen werdet alle festen Städte und alle auserwählten Städte; und werdet fällen alle guten Bäume und werdet verstopfen alle Wasserbrunnen und werdet allen guten Acker mit Steinen verderben.
20 Des Morgens aber, wenn man Speisopfer opfert, siehe, da kam ein Gewässer des Weges von Edom und füllete das Land mit Wasser.


Als das Nordreich (auch Israel genannt) an Macht verlor, wollte Mescha, der
König der Moabiter, die Oberherrschaft Israels nicht länger anerkennen und
stellte die Tributlieferungen ein. Das verärgerte Joram, den König des Nordreiches, so sehr, dass er gegen die Moabiter aufrüsten ließ. Er gewann für seinen Rache-Feldzug Joschafat, den König des Südreiches, und den König von Edom. Was man aber nicht einkalkuliert hatte, war die Tatsache, dass die Marschroute durch Ödland führte, das nur in der Regenzeit genügend Wasser bot. Truppen und Lasttiere waren dem Verdursten nahe. In dieser Krise besinnen sich die Könige Joram und Joschafat auf Gott!
Joram ist der unentschiedene halbherzige Mann (V. 2. 3). Er gibt vor, dass
der Herr sie aufgefordert hätte, in den Krieg zu ziehen. Darum schreibt er
ihm die Schuld für die Misere zu (V. 10. 13b). Joram war nicht bereit, mit
dem Götzendienst wirklich zu brechen, obwohl er wusste, dass die fremden
Götter nicht helfen können (V. 1-3. 13b).

Joschafat ist der Gott vertrauende Mensch. »Er tat, was recht war in den
Augen des Herrn« (1. Kön. 22, 43. 47) und suchte den Rat der Propheten (V. 11; 1. Kön. 22, 5. 7). Und Elisa? Er ist der vom Heiligen Geist inspirierte Mann Gottes, der sich nicht scheut, Joram glasklar mit der Wahrheit Gottes zu konfrontieren (V.13. 14). Der Herr verbündet sich nicht mit solchen, die den Namen Gottes zwar im Munde führen, ihm aber nicht die Ehre geben. Und doch erbarmt sich der Herr über die Notleidenden. Er ist ein Gott, der Wunder tut. Aber er bindet seine Hilfe an den Glauben der Hilfsbedürftigen (V. 16. 17). »Bei dem Herrn ist kein Ding unmöglich.« Wenn unser Glaube klein und schwach ist, dürfen wir sagen: »Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben.«


 

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