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nächsten Text: Aus dem Leben Elisas – V vorherigen Text: Aus dem Leben Elisas – III Archiv Datum: Samstag, 07.03.2009 Bibelstelle: 2. Könige 4, 1-7 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elisas – IV 2. Könige 4 1 Und es schrie ein Weib unter den Weibern der Kinder der Propheten zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; so weißt du, daß er, dein Knecht, den Herrn fürchtete; nun kommt der Schuldherr und will meine beiden Kinder nehmen zu eigenen Knechten. 2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause denn einen Ölkrug. 3 Er sprach: Gehe hin und bitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, und derselben nicht wenig. 4 Und gehe hinein und schleuß die Tür hinter dir zu mit deinen Söhnen und geuß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllet hast, so gib sie hin. 5 Sie ging hin und schloß die Tür hinter ihr zu samt ihren Söhnen; die brachten ihr die Gefäße zu, so goß sie ein. 6 Und da die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Lange mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hie. Da stund das Öl. 7 Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Gehe hin, verkaufe das Öl und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Söhne nähret euch von dem übrigen. Wenn uns der gestrige Bibelabschnitt Gottes Barmherzigkeit zeigte, die unzählige Menschen vor dem Verdursten rettete, lesen wir heute von Gottes Barmherzigkeit, die eine kleine Familie vor dem Ruin bewahrte. Der Herr wirkt in der großen Öffentlichkeit wie im kleinen, familiären Rahmen. Und Elisa lässt sich nicht nur von Königen rufen, sondern auch von einer einzelnen Person ohne Rang und Namen. Es ging um eine Witwe und deren zwei Söhne. Der Familienvater war ein Jünger, der zur Prophetengemeinschaft um Elisa gehört hatte. Witwen und Waisen fanden bei Menschen oft kein Recht. Es gab kein soziales Netz, das sie auffing. Aber »der Herr behütet die Fremdlinge, Waisen und Witwen hilft er auf« (Ps. 146, 9). So waren im Gesetz Gottes für sie besondere Vorrechte verankert (5. Mose 14, 29; 24, 17-21). Der Herr wollte sich dieser Frau, die Elisa um Hilfe angefleht hatte, annehmen. Wie das geschah? • Die eigene Armut wird benannt (V. 2). Es ist nicht leicht zuzugeben, dass man fast nichts vorzuweisen hat. Doch die Hilfe beginnt mit der schlichten, nüchternen Wahrheit über den persönlichen Zustand. • Das Wenige ist für Gott nicht zu gering. Es gibt »nur einen Krug Öl« im Haus. Aber wenn der Herr die kleinen Möglichkeiten in seine Hand nimmt, erwächst daraus ein Segen. (Vgl. Mark. 6, 38; 8, 5.) • GlaubensGehorsam ist dem Herrn sehr wichtig (V. 4. 5). Er zeigt, ob wir unser »Nichts« wirklich in seine Hände legen und alles von ihm erwarten (»nicht zu wenige Gefäße«). • Wo Gott wirkt, beginnt im Verborgenen eine Quelle zu fließen (Joh. 4, 14). Wir können ihm gar nicht genug »leere Gefäße« bringen. Er wird nicht müde, sie zu füllen. Der Herr hilft nicht immer durch auffällig »große« Wunder. Aber er hat immer Mittel und Wege, um uns zu helfen.
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