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12.03. Aus dem Leben Elisas – IX

11.03. Aus dem Leben Elisas – VIII

10.03. Aus dem Leben Elisas – VII

09.03. Aus dem Leben Elisas – VI

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Datum: Sonntag, 08.03.2009
Bibelstelle: 2. Könige 4, 8-17
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – V



2. Könige 4
8 Und es begab sich zu der Zeit, daß Elisa ging gen Sunem. Daselbst war eine reiche Frau; die hielt ihn, daß er bei ihr aß. Und als er nun oft daselbst durchzog, ging er zu ihr ein und aß bei ihr.
9 Und sie sprach zu ihrem Manne: Siehe, ich merke, daß dieser Mann Gottes heilig ist, der immerdar hie durchgehet.
10 Laß uns ihm eine kleine bretterne Kammer oben machen und ein Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hineinsetzen, auf daß, wenn er zu uns kommt, dahin sich tue.
11 Und es begab sich zu der Zeit, daß er hineinkam und legte sich oben in die Kammer und schlief drinnen.
12 Und sprach zu seinem Knaben Gehasi: Rufe der Sunamitin! Und da er ihr rief, trat sie vor ihn.
13 Er sprach zu ihm: Sage ihr: Siehe, du hast uns all diesen Dienst getan; was soll ich dir tun? Hast du eine Sache an den König oder an den Feldhauptmann? Sie sprach: Ich wohne unter meinem Volk.
14 Er sprach: Was ist ihr denn zu tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.
15 Er sprach: Rufe ihr! Und da er ihr rief, trat sie in die Tür.
16 Und er sprach: Um diese Zeit über ein Jahr sollst du einen Sohn herzen. Sie sprach: Ach nicht, mein Herr, du Mann Gottes, lüge deiner Magd nicht!
17 Und die Frau ward schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit über ein Jahr, wie ihr Elisa geredet hatte.


Wir haben Elisa bis jetzt als eine der großen Gestalten des Volkes Israel
erlebt. Aber er ist mehr als das. Er ist ein Mensch, der seinen Glauben auch
im bescheidenen Alltag lebte. »Er lebte nicht nur dann mit Gott, wenn er im
Rampenlicht der Öffentlichkeit stand, sondern auch, wenn er sich von den
Menschen unbeobachtet wusste« (H. Zentgraf). Der Bericht unseres heutigen
Bibelabschnittes unterstreicht diesen Gedanken. Wir sehen vor allem
vier Aspekte:

1. Wer mit Gott lebt, hinterlässt geistliche Eindrücke. (Vgl. 1. Tim. 4, 12.)
Elisa hat die Spur eines geistlichen Lebens hinterlassen, wo immer er auftauchte, so auch in Schunem. Die vornehme Schunemiterin, bei der er immer wieder einkehrte, nennt ihn sogar einen heiligen Mann Gottes. Er war anders, weil er mit Gott lebte. Das blieb seinen Gastgebern nicht verborgen
und veranlasste sie, ihm ein Gastzimmer zu bauen. An ihm war etwas von
Gott, das im ganz persönlichen Alltag sichtbar wurde. Elisa wusste aber
auch, dass er für dieses Ehepaar nicht nur der Gebende war, sondern auch
ein durch ihre Gastfreundschaft reich Beschenkter. Dieses unmittelbare,
glaubwürdige Leben mit Gott, wie es Elisa praktizierte, steht auch uns offen.
So können wir in unserer Zeit und Umgebung geistliche Eindrücke hinterlassen und hineingenommen werden in den Prozess des Schenkens und
Nehmens.

2. Wer mit Gott lebt, bringt seinen Mitmenschen Wertschätzung und
Anerkennung entgegen (Phil. 2, 3). Elisa anerkennt die Mühe und Gastfreundschaft dieses Ehepaares und will sich erkenntlich zeigen, indem er ihnen einen Wunsch erfüllen möchte. »Die Mühe des anderen dankbar sehen, sie werten, anerkennen und ein Wort darüber verlieren und nicht nur dann Worte finden, wenn etwas schief gegangen ist, das ist die Art, die mit Gott lebt« (H. Zentgraf).



 

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