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14.03. Aus dem Leben Elisas – XI

13.03. Aus dem Leben Elisas – X

12.03. Aus dem Leben Elisas – IX

11.03. Aus dem Leben Elisas – VIII

10.03. Aus dem Leben Elisas – VII

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Datum: Dienstag, 10.03.2009
Bibelstelle: 2. Könige 4, 18-37
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – VII



2. Könige 4
18 Da aber das Kind groß ward, begab sich's, daß es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging.
19 Und sprach zu seinem Vater: O mein Haupt, mein Haupt! Er sprach zu seinem Knaben: Bringe ihn zu seiner Mutter!
20 Und er nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter; und sie setzte ihn auf ihren Schoß bis an den Mittag; da starb er.
21 Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schloß zu und ging hinaus.
22 Und rief ihrem Mann und sprach: Sende mir der Knaben einen und eine Eselin; ich will zu dem Mann Gottes und wiederkommen.
23 Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute nicht Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Es ist gut.
24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knaben: Treibe fort und säume mich nicht mit dem Reiten, wie ich dir sage.
25 Also zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als aber der Mann Gottes sie gegen ihm sah, sprach er zu seinem Knaben Gehasi: Siehe, die Sunamitin ist da.
26 So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob's ihr und ihrem Mann und Sohn wohlgehe? Sie sprach: Wohl.
27 Da sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, hielt sie ihn bei seinen Füßen; Gehasi aber trat herzu, daß er sie abstieße. Aber der Mann Gottes sprach: Laß sie, denn ihre Seele ist betrübt; und der Herr hat mir's verborgen und nicht angezeiget.
28 Sie sprach: Wann habe ich einen Sohn gebeten von meinem Herrn? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen?
29 Er sprach zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und gehe hin (so dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßet dich jemand, so danke ihm nicht) und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz.
30 Die Mutter aber des Knaben sprach: So wahr der Herr lebet und deine Seele, ich lasse nicht von dir. Da machte er sich auf und ging ihr nach.
31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs Antlitz; da war aber keine Stimme noch Fühlen. Und er ging wiederum ihm entgegen und zeigte ihm an und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht.
32 Und da Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bette.
33 Und er ging hinein und schloß die Tür zu für sie beide und betete zu dem Herrn.
34 Und stieg hinauf und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf seine Augen und seine Hände auf seine Hände; und breitete sich also über ihn, daß des Kindes Leib warm ward.
35 Er aber stund wieder auf und ging im Hause einmal hieher und daher; und stieg hinauf und breitete sich über ihn. Da schnaubte der Knabe siebenmal; danach tat der Knabe seine Augen auf.
36 Und er rief Gehasi und sprach: Rufe der Sunamitin. Und da er ihr rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da nimm hin deinen Sohn!
37 Da kam sie und fiel zu seinen Füßen und betete an zur Erde; und nahm ihren Sohn und ging hinaus.


Mit dem Tod ihres Sohnes brach eine Welt für die Schunemiterin zusammen.
Sie ist nicht nur von tiefer Trauer erfüllt, sondern auch sehr enttäuscht

(V. 28). Es ist gut, dass sie ausspricht, was sie empfindet. Aber sie spricht
sich an der richtigen Stelle aus, bei Elisa, dem »heiligen Mann Gottes«. Im
Herzen der Mutter lebte dennoch eine stille Hoffnung, dass der Prophet, der
ihr den Sohn verheißen hatte, diese schwere Situation zum Guten wenden
könnte. Darum vergräbt sie sich nicht in ihrem Schmerz, sondern schreitet
zur Tat. Sie trägt den toten Jungen in das Gästezimmer und legt den toten
Jungen auf das Bett des Propheten. Dann macht sie sich in großer Eile auf
den Weg zum Karmel, wo Elisa sich gerade aufhält. Der Gott, der Elisas
Kraftquelle ist, der Gott, der ihr den Sohn geschenkt hatte, wird auch in
dieser schrecklichen Situation helfen können. Die Leben erweckende Kraft
Gottes trägt aber nicht der Diener Gehasi in sich, auch nicht der Stab des
Propheten, das äußere Zeichen der Vollmacht Gottes. Ein Ausleger schreibt
dazu: »Nur wo Leben aus Gott ist, kann Leben aus Gott weitergegeben werden. Dazu ist der unmittelbare, lebendige Kontakt durch den Geist nötig
(V. 33-35; vgl. 1. Kön. 17, 21; Apg. 9, 40). Heilung äußerer Unfruchtbarkeit ist im Alten Bund ein Zeichen für Gottes Sieg. Totenauferweckung weist hin
auf den Neuen Bund durch Jesus Christus.« (Lies Matth. 9, 18ff; Luk. 7,
11-17; Joh. 11, 25. 26; 2. Tim. 1, 10; Hebr. 11, 35a.)

Was Elisa und die ihm geschenkte Geistes-Vollmacht betrifft, sollten wir
unser Augenmerk noch auf einen kleinen Nebensatz richten: »und er betete
zu dem Herrn« (V. 33). Im Gebet dürfen wir alles von Gott erwarten. Auch
wenn der Herr anders handelt, als wir es erbitten, sind und bleiben wir in
seiner Hand. (Lies Joh. 10, 29.)


 

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