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nächsten Text: Aus dem Leben Elisas – IX vorherigen Text: Aus dem Leben Elisas – VII Archiv Datum: Mittwoch, 11.03.2009 Bibelstelle: 2. Könige 4, 38-44 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elisas – VIII 2. Könige 4 38 Da aber Elisa wieder gen Gilgal kam, ward Teurung im Lande, und die Kinder der Propheten wohneten vor ihm. Und er sprach zu seinem Knaben: Setze zu einen großen Topf und koche ein Gemüse für die Kinder der Propheten. 39 Da ging einer aufs Feld, daß er Kraut läse, und fand wilde Ranken, und las davon Koloquinten, sein Kleid voll; und da er kam, schnitt er's in den Topf zum Gemüse, denn sie kannten es nicht. 40 Und da sie es ausschütteten für die Männer zu essen, und sie von dem Gemüse aßen, schrieen sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten's nicht essen. 41 Er aber sprach: Bringet Mehl her! Und er tat's in den Topf und sprach: Schütte es dem Volk vor, daß sie essen. Da war nichts Böses in dem Topf. 42 Es kam aber ein Mann von Baal-Salisa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Brote, und neu Getreide in seinem Kleid. Er aber sprach: Gib's dem Volk, daß sie essen! 43 Sein Diener sprach: Was soll ich hundert Mann an dem geben? Er sprach: Gib dem Volk, daß sie essen! Denn so spricht der Herr: Man wird essen, und wird überbleiben. 44 Und er legte es ihnen vor, daß sie aßen; und blieb noch über nach dem Wort des Herrn. »Auf der Suche nach Kräutern verwechselte man offensichtlich die essbaren Malvenfrüchte mit Koloquinten, einer Kürbisart, deren Blätter an Weinlaub erinnern und deren giftige Früchte bitter schmecken und Brechreiz hervorrufen. Als Vorsteher der Prophetengemeinschaft in Gilgal (vgl. Kap. 2, 3) sorgt Elisa zur Zeit der Hungersnot auch für das leibliche Wohl der Prophetenschüler. Elisa verwendet Mehl als Zeichen gottgewirkten Eingreifens, sodass das Unheil abgewendet wird. Erst durch die Zugabe von Mehl wird das Essen genießbar« (Elbf. Studienbibel). Was hier geschieht, deutet über sich hinaus: Womit man sich den Hunger stillt – auch seinen Lebenshunger – kann giftig sein. Wo auch immer in unserem Leben »der Tod im Topf« ist, dürfen wir beten: »Herr, beseitige die toten Stellen.« Wir dürfen uns von Herzen darüber freuen, dass Jesus das Gift der Sünde auf sich gezogen hat, damit wir ein heiliges Leben führen können. (Vgl. Röm. 8, 1-17.) Elisa machte nicht nur aus Schlechtem Gutes, sondern auch aus wenig viel; die Geschichte ist damit eine Vorausdarstellung der Speisung des Volkes durch Jesus (Matth. 14, 14-21). Wie oft fühlen wir uns hilflos: Es reicht hinten und vorne nicht. Knappheit an Mitteln, Kräften, Gesundheit . . . Jesus aber will alle satt machen mit dem täglichen Brot und dem Brot des Lebens. Unser Beitrag, unser Einsatz – und sei er noch so klein, ja winzig, – ist wichtig. Stehen wir doch im Dienst unseres allmächtigen und liebenden Herrn. Auf ihn kommt es an. Er brauchte uns nicht, aber er gebraucht uns. »Lass die Wurzel unsers Handelns Liebe sein, senke sie in unser Wesen tief hinein. Herr, lass alles, alles hier auf Erden Liebe, Liebe werden! Lass die Wurzel unsers Handelns Liebe sein, dieser größten Gabe ist kein Dienst zu klein. Herr, lass alles, alles hier auf Erden Liebe, Liebe werden!« (P. Kaestner / D. Trautwein)
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