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17.03. Aus dem Leben Elisas – XIV

16.03. Aus dem Leben Elisas – XIII

15.03. Aus dem Leben Elisas – XII

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Datum: Freitag, 13.03.2009
Bibelstelle: 2. Könige 5, 1-19
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – X



2. Könige 5
1 Naeman, der Feldhauptmann des Königs zu Syrien, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und hoch gehalten; denn durch ihn gab der Herr Heil in Syrien. Und er war ein gewaltiger Mann, und aussätzig.
2 Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefallen und hatten eine kleine Dirne weggeführet aus dem Lande Israel; die war am Dienst des Weibes Naemans.
3 Die sprach zu ihrer Frau: Ach, daß mein Herr wäre bei dem Propheten zu Samaria, der würde ihn von seinem Aussatz losmachen.
4 Da ging er hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm und sprach: So und so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet.
5 Der König zu Syrien sprach: So zeuch hin, ich will dem König Israels einen Brief schreiben. Und er zog hin und nahm mit sich zehn Zentner Silbers und sechstausend Gülden und zehn Feierkleider.
6 Und brachte den Brief dem Könige Israels, der lautete also: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, daß du ihn von seinem Aussatz losmachest.
7 Und da der König Israels den Brief las, zerriß er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, daß ich töten und lebendig machen könnte, daß er zu mir schicket, daß ich den Mann von seinem Aussatz losmache? Merket und sehet, wie suchet er Ursache zu mir!
8 Da das Elisa, der Mann Gottes, hörete, daß der König Israels seine Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß ihn zu mir kommen, daß er inne werde, daß ein Prophet in Israel ist.
9 Also kam Naeman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tür am Hause Elisas.
10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Gehe hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiedererstattet und rein werden.
11 Da erzürnete Naeman und zog weg und sprach: Ich meinte, er sollte zu mir herauskommen und hertreten und den Namen des Herrn, seines Gottes, anrufen und mit seiner Hand über die Stätte fahren und den Aussatz also abtun.
12 Sind nicht die Wasser Amanas und Pharphars zu Damaskus besser denn alle Wasser in Israel, daß ich mich drinnen wüsche und rein würde? Und wandte sich und zog weg mit Zorn.
13 Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Großes hätte geheißen, solltest du es nicht tun? Wie viel mehr, so er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein.
14 Da stieg er ab und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wiedererstattet, wie ein Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein.
15 Und er kehrete wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und da er hineinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, ich weiß, daß kein Gott ist in allen Landen ohne in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knechte.
16 Er aber sprach: So war der Herr lebet, vor dem ich stehe, ich nehme es nicht. Und er nötigte ihn, daß er's nähme; aber er wollte nicht.
17 Da sprach Naeman: Möchte denn deinem Knechte nicht gegeben werden dieser Erde eine Last, so viel zwei Mäuler tragen? Denn dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer tun, sondern dem Herrn;
18 daß der Herr deinem Knechte darinnen wolle gnädig sein, wo ich anbete im Hause Rimons, wenn mein Herr ins Haus Rimons gehet, daselbst anzubeten, und er sich an meine Hand lehnet.
19 Er sprach zu ihm: Zeuch hin mit Frieden! Und als er von ihm weggezogen war, ein Feld Weges auf dem Lande


Der aramäische Feldhauptmann macht sich tatsächlich auf den Weg ins
feindliche Land Israel. Als mächtiger Mann im Staat hat er die volle Unterstützung seines Königs. Doch dieser richtet sein Begleitschreiben nicht an den Propheten, sondern an den König von Israel als den ihm Gleichgestellten; dadurch bekommt die Angelegenheit einen offiziellen Charakter. Die enormen fürstlichen Geschenke unterstützen die ungewöhnliche, wie einen Befehl vorgebrachte Bitte. »Ich habe meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist!« Diese Bitte wird als bewusste Provokation aufgefasst, da bei Nichterfüllung militärische Gegenaktionen zu befürchten sind. Darum reißt der König Israels seine Kleider als ein Zeichen des Entsetzens ein. Nachdem Elisa Erkundigungen über das Geschehen am Königspalast eingezogen hatte, suchte der Prophet den Gesprächskontakt mit Naaman. Dennoch vermittelt Elisa die Anweisungen zur Heilung nicht persönlich, sondern durch einen Boten. Wie abweisend und beleidigend für den Staatsmann! Aber seine eigenen Vorstellungen, wie Gott eingreifen und heilen werde, verhindern die Genesung. Gott hilft auf eine Weise, die jeden Hochmut zunichtemacht. (Lies Hiob 22, 29; Jak. 4, 6; 1. Petr. 5, 5b-7.)

Die Anweisung »wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch
wieder heil und rein werden«, war gebunden an die Bedeutung des Jordanflusses. Er galt in Israel als Zeichen des Sterbens (Untertauchen – Vergehen des Alten), durch das man allein zu neuem Leben kommt. Diese Bedeutung kannte Naaman sicher nicht. Was er zu hören bekam, war kinderleicht, aber noch stand ihm sein Stolz im Weg. Erst die respektvoll und freundlich vorgebrachte Sinngebung der Handlung durch seine Diener bewegte Naaman, auf die Anweisung des »Mannes Gottes« zu hören und zu tun, was dieser ihm mitteilen ließ.

Zwei Dinge waren hier vor allem wichtig: Der Gehorsam und der Glaube.
Das machte Elisa diesem Staatsmann deutlich. Der Prophet zeigte ihm, dass
nur diejenigen Gottes Wunder erleben werden, die Ihm in Demut gehorchen,
an Ihn glauben und die eigenen Pläne aufgeben. (Vgl. Micha 6, 8.)
Naamans Stolz musste zuerst gebrochen werden, bevor Gott an ihm handeln
konnte. Erst als der Oberbefehlshaber bereit war, auf Elisas Anweisungen
einzugehen, erlebte er das Wunder der Gesundung. (Vgl. Apg. 3, 16; Ps. 30,
1-13.)


 

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