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Datum: Samstag, 14.03.2009
Bibelstelle: 2. Könige 5, 13-19
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – XI



2. Könige 5
13 Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Großes hätte geheißen, solltest du es nicht tun? Wie viel mehr, so er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein.
14 Da stieg er ab und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wiedererstattet, wie ein Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein.
15 Und er kehrete wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und da er hineinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, ich weiß, daß kein Gott ist in allen Landen ohne in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knechte.
16 Er aber sprach: So war der Herr lebet, vor dem ich stehe, ich nehme es nicht. Und er nötigte ihn, daß er's nähme; aber er wollte nicht.
17 Da sprach Naeman: Möchte denn deinem Knechte nicht gegeben werden dieser Erde eine Last, so viel zwei Mäuler tragen? Denn dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer tun, sondern dem Herrn;
18 daß der Herr deinem Knechte darinnen wolle gnädig sein, wo ich anbete im Hause Rimons, wenn mein Herr ins Haus Rimons gehet, daselbst anzubeten, und er sich an meine Hand lehnet.
19 Er sprach zu ihm: Zeuch hin mit Frieden! Und als er von ihm weggezogen war, ein Feld Weges auf dem Lande


Als Naaman aus dem Jordan stieg, war er ein anderer. Nicht nur der Aussatz
war »weggewaschen«, auch die fremden Götter haben ihm nichts mehr zu
sagen. Es war ein doppeltes Wunder an ihm geschehen. Für Naaman war
klar, dass er seinen Entschluss, von nun an den Gott Israels anzubeten, Elisa
mitteilen sollte. Naaman war von einer tiefen Dankbarkeit erfüllt. Das will er
auch dem Mann Gottes gegenüber zum Ausdruck bringen, indem er ihm
seine Geschenke anbietet. Aber der Prophet weist die Geschenke zurück,
weiß er doch, dass nicht er, sondern Gott der Wundertäter ist. Außerdem ist
Gottes Wunderhandeln nicht bezahlbar, das Heil ist umsonst. (Vgl. 1. Petr. 1,18. 19; Eph. 2, 8-10.) Naaman versteht, dass er seinen Dank nur durch ein
verändertes Leben beweisen kann. Dazu ist er fest entschlossen. (Vgl. Eph.
4, 23; Röm. 12, 2.) Konkret hieß das, nicht mehr die Götter, sondern den
wahren Gott anzubeten. Doch wie sollte das geschehen in seinem heidnischen
Umfeld, besonders in seiner Funktion als Stütze des Königs, wenn dieser dem Götzen Rimmon huldigte? Ein Ausleger schreibt: »Was antwortet ihm Elisa? Er kann ihn nicht auf einen Weg der Kompromisse leiten, aber er weiß, dass der Gott, der ihn geheilt hat, ihm auch einen Weg bahnen wird. –
Elisa entließ Naaman mit einem Wort, das ihn in Geborgenheit und zugleich
ins Wagnis hineinführte: ›Ziehe hin mit Frieden!‹ Dieser Friede Gottes
übersteigt unsere Vernunft. Er ist die Zusage von Gottes leitender und
schützender Nähe. Er verheißt kein problemloses Leben und keine kampflose
Nachfolge. Er sagt auch nicht aus, dass wir nun nicht mehr versagen könnten.
Aber er bietet uns immer wieder die Hand der göttlichen Vergebung«
(K.-H. Bormuth). (Vgl. Phil. 4, 7; Kol. 3, 15; Jud. 2.)



 

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