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Datum: Dienstag, 17.03.2009
Bibelstelle: 2. Könige 6, 1-7
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – XIV



2. Könige 6
1 Die Kinder der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe, der Raum, da wir vor dir wohnen, ist uns zu enge.
2 Laß uns an den Jordan gehen und einen jeglichen daselbst Holz holen, daß wir uns daselbst eine Stätte bauen, da wir wohnen. Er sprach: Gehet hin!
3 Und einer sprach: Lieber, gehe mit deinen Knechten! Er sprach: Ich will mitgehen.
4 Und er ging mit ihnen. Und da sie an den Jordan kamen, hieben sie Holz ab.
5 Und da einer ein Holz fällete, fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie und sprach: Awe, mein Herr! Dazu ist's entlehnet.
6 Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's entfallen? Und da er ihm den Ort zeigte, schnitt er ein Holz ab und stieß daselbst hin. Da schwamm das Eisen.
7 Und er sprach: Hebe es auf! Da reckte er seine Hand aus und nahm's.


Der junge Mann bekam das Axtblatt neu geschenkt, und die Arbeit konnte
weitergehen. Er und die anderen Anwesenden hatten wichtige Lektionen
gelernt.

• Das Axtblatt gehörte dem jungen Mann nicht selber. So gehört auch unser
Leben nicht uns selbst. Es soll ein Werkzeug sein, mit dem wir Gott dienen.
Wenn wir etwas verloren haben, vielleicht sogar bei fleißigem Einsatz für
ihn, etwas, das wir brauchen zum Bau am Reich Gottes, kann der Herr es
uns wiedergeben, kann es heute auftauchen lassen vor unserem inneren
Auge – wir brauchen es nur aufzunehmen. (Vgl. Hos. 6, 1-3; Jer. 33, 3. 6-8.)
»Nichts ist so tief gesunken, dass Gott es nicht wieder emporheben könnte«
(E. Modersohn).

• Es geht nichts ohne den Herrn. Elisa ist ein alttestamentliches Vorbild auf
den Herrn Jesus Christus, und so gewinnt dieses Ereignis eine tiefe Bedeutung für uns. »Nichts ohne Jesus!«, das sollte unsere Einstellung im Alltag sein (Joh. 15, 5). Alles wird anders, wenn er dabei ist. Ein Ausleger schreibt: »Wir haben nicht zu erwarten – auch wenn der Herr mit uns ist –, dass unser Weg und unser Bauen ohne Hindernisse, ohne Kampf und Not vorwärtsgehen wird. Die Männer und Frauen der Bibel waren oft beschwert und der Mut wollte sie verlassen, aber sooft sie den Herrn anriefen, wurde ihnen wieder geholfen. Wir haben einen Gott, der Wunder tut, der Eisen schwimmend macht! Nichts ist ihm zu schwer, nichts ist ihm unmöglich! (Vgl. Ps. 40, 6; 77, 12-15a; Hiob 5, 8. 9.)

• Wer am Reich Gottes baut, baut mit geliehener Kraft. Diese Kraft ist wert voll und wirkungsvoll. Sie kommt von Jesus selber. Darum wollen wir bitten,
dass unser Herr uns anzieht mit Kraft aus der Höhe, damit wir in seinem
Segen wirken können. (Vgl. 2. Sam. 22, 33; Ps. 29, 11; 71, 16; Luk. 24, 49.)


 

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