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nächsten Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil III vorherigen Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil I Archiv Datum: Donnerstag, 02.04.2009 Bibelstelle: Lukas 18, 31-34 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil II Lukas 18 31 Er nahm aber zu sich die Zwölfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. 32 Denn er wird überantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet und geschmähet und verspeiet werden; 33 und sie werden ihn geißeln und töten. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. 34 Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das gesagt war. Wir mögen uns fragen: Was ist nur los mit diesen Männern? Aber kennen wir diese Verfassung nicht auch selber? Was kann den Jüngern und uns helfen, wenn wir nichts mehr von Gottes Handeln und seinen Worten verstehen? Ihnen und uns muss jemand die Augen öffnen. (Lies 2. Kön. 6, 17; Ps. 119, 18; Matth. 9, 30.) »Wenn uns die Augen geöffnet werden, dann ist das Ergebnis das genaue Gegenteil von dem, was wir uns vorher selbst zurechtgelegt haben. Wenn uns die Augen geöffnet werden, dann läuft das notgedrungen auf eine Ent-Täuschung hinaus und zwar im wörtlichen Sinne. Wenn uns die Augen geöffnet werden, sehen wir die Welt und die Menschen in einem neuen Licht. Es ist, als ob wir blind waren, und nun sehen können« (M. Bundfuß). Unser Bibeltext wirft unter anderem die Frage auf: Kann denn ein Verlust zum Gewinn werden? Kann ich manches nur durch Verlieren gewinnen? (Matth. 10, 39; Luk. 17, 33) Müssen wir Menschen oder Dinge wirklich loslassen, um sie zu gewinnen? Manchmal müssen wir unsere eigenen Bedürfnisse zurückstellen, um eine Freundschaft oder eine Beziehung zu retten. Manchmal gewinnen wir, wenn wir loslassen, das wissen wir. Mussten die Jünger sich jetzt mit dem Gedanken vertraut machen, dass wirklicher Glaube heißt, den Weg ihres Herrn nicht in ihre eigenen Vorstellungen zu pressen? Was ist das für ein Gott, der die Einübung ins Loslassen nicht nur für seinen Sohn geplant hat, sondern es auch von uns fordert? Max Lucado beantwortet diese Frage folgendermaßen: • Er ist ein Gott, der weiß, dass die tiefste Liebe nicht in Leidenschaft und Romanze gründet. • Er ist ein Gott, der weiß, dass wir nur Pilger sind und jedes »Ade« in Wirklichkeit ein »Bis bald!« ist. • Er ist ein Gott, der alles selbst durchgemacht hat. (Lies Hebr. 2, 17. 18; 5, 8; Phil. 2, 5-8.)
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