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nächsten Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IV vorherigen Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil II Archiv Datum: Freitag, 03.04.2009 Bibelstelle: Lukas 18, 35-43 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil III Lukas 18 35 Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. 36 Da er aber hörete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das wäre. 37 Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber. 38 Und er rief und sprach: JEsu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! 39 Die aber vorne an gingen, bedräueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! 40 Jesus aber stund stille und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn 41 und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen möge. 42 Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. 43 Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott. Der Evangelist Lukas berichtet genau dort, wo die Jünger mit Unverständnis auf die Worte von Jesus reagierten, die Geschichte einer Blindenheilung. Der Hilfeschrei des Blinden: »Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!« zeigt, dass er sein Leben ganz in die Hand dieses Jesus von Nazareth legte. Der Blinde will nicht zuerst Heilung, sondern das Erbarmen Gottes. Er vertraut auf die Barmherzigkeit von Jesus, auf seine Anteilnahme, auf sein Mitgefühl und auf seine gnädige Zuwendung. (Dazu Ps. 103, 13; Jes. 49, 13; Jak. 5, 11.) Wer sich Jesus und seiner Barmherzigkeit anvertraut, den will er von seiner Herzens-Blindheit befreien und ihm eine neue Schau geben. Doch was sollen die Jünger in ihrem Unverständnis mit dieser Blindenheilung anfangen? Ein Bibel-Ausleger weist darauf hin: »Könnte es sein, dass ihnen die Augen geöffnet würden, wenn sie sich Jesus gerade jetzt anvertrauten, anstatt zu versuchen, den Sinn seiner Worte zu begreifen oder den Sinn dessen, was Jesus bevorsteht, zu verstehen? Könnte es sein, dass auch wir dem Leiden, Sterben und Auferstehen von Jesus näherkommen, wenn wir ihm einfach vertrauen, anstatt zu versuchen, hinter seiner Passion einen höheren oder tieferen Sinn zu suchen?« Dem Blinden hat sein Vertrauen auf Jesus allein geholfen und ihm die Augen geöffnet. Der Mann wusste nichts von dem Weg und dem bevorstehenden Schicksal des Nazareners. Er hatte keine Ahnung von der bevorstehenden Verurteilung und Hinrichtung von Jesus und auch nicht von seiner Auferstehung. Aber er tat das einzig Richtige, er vertraute sich Jesus an – und ihm wurden die Augen geöffnet. (Lies Matth. 9, 22. 29; 2. Kor. 5, 7; Ps. 118, 8; Hebr. 10, 35.) So soll auch unser Glaube mit der Geschichte des Leidens und Sterbens Jesu umgehen: voller Vertrauen!
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