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08.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VIII

07.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VII

06.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VI

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Datum: Samstag, 04.04.2009
Bibelstelle: Matthäus 26, 1-13; Johannes 12, 1-8
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IV



Matthäus 26
1 Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:
2 Ihr wisset, daß nach zwei Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuziget werde.
3 Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Ältesten im Volk in dem Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas,
4 und hielten Rat, wie sie JEsum mit List griffen und töteten.
5 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk!
6 Da nun Jesus war zu Bethanien im Hause Simons des Aussätzigen,
7 trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit köstlichem Wasser und goß es auf sein Haupt, da er zu Tisch saß.
8 Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu dient dieser Unrat?
9 Dieses Wasser hätte mögen teuer verkauft und den Armen gegeben werden.
10 Da das Jesus merkete, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr das Weib? Sie hat ein gut Werk an mir getan.
11 Ihr habt allezeit Arme bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
12 Daß sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, hat sie getan, daß man mich begraben wird.
13 Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.
Johannes 12
1 Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten.
2 Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen.
3 Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefälschter, köstlicher Narde und salbete die Füße JEsu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe.
4 Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet:
5 Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben?
6 Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward.
7 Da sprach Jesus: Laß sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begräbnisses.
8 Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.

Wir haben hier einen Bibeltext vor uns, der uns auf ungewöhnliche Art in
das Leiden Jesu hineinführt. Er steht zwischen dem umjubelten Einzug unsres
Herrn in Jerusalem und seinem grauenvollen Tod und seiner Auferstehung.
Ein Ausleger vermerkt dazu: »Was mit den Hosianna-Rufen in den Straßen
von Jerusalem beginnt, wird schon bald in die Schreie münden ›kreuzige
ihn!‹ Was so fröhlich mit einem Einzug auf einem Esel beginnt, wird bald
in tiefster Verzweiflung und Trauer auf dem Kreuzesshügel von Golgatha
enden.« (Siehe Joh. 12, 12-22.)

In Johannes 12, 1-8 wird von einer Frau berichtet, die außergewöhnlich handelte.

Sie hatte ihre Ersparnisse, den Jahreslohn eines Arbeiters, für eine
Flasche kostbaren Salböls ausgegeben. Mit solchem Öl pflegte man besonders
Könige zu salben (2. Sam. 5, 3). Mit ihrem kostbaren Besitz tritt sie in eine
Runde von Männern ein, die gerade zu Abend essen. Sie zerbricht das Glas
und gießt das kostbare Öl auf das Haupt von Jesus. Und das Merkwürdige
geschieht: Jesus lässt sich diese offenkundige Verschwendung gefallen. Ja,
er verteidigt sie vor denen, die sich darüber empören. »Das passte wohl nicht
in ihr Bild von Jesus, der im Begriff stand, sich auf sein Leiden vorzubereiten.
Das passt nicht in unser Bild von Jesus, der als Menschensohn nicht hatte,
wohin er sein Haupt legen wollte. Das passt nicht in unser Bild des Menschensohns, der nicht gekommen war, um sich dienen zu lassen, sondern
um zu dienen« (U. Fischer). Maria hat aus überschwänglicher Liebe gehandelt.
Sie salbt Jesus nicht nur wie einen König, sie salbt ihn zum König . . . Sie hat
erkannt, wer Jesus wirklich ist: der Gesalbte Gottes, der Messias, der König,
der als Gesalbter in den Tod gehen muss. (Lies Jer. 9, 22. 23; 31, 34.)


 

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