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nächsten Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VI vorherigen Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IV Archiv Datum: Sonntag, 05.04.2009 Bibelstelle: Matthäus 26, 17-29; Johannes 13, 21-26 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil V Matthäus 26 17 Aber am ersten Tage der süßen Brote traten die Jünger zu JEsu und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Osterlamm zu essen? 18 Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprechet zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist hier; ich will bei dir die Ostern halten mit meinen Jüngern. 19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Osterlamm. 20 Und am Abend setzte er sich zu Tische mit den Zwölfen. 21 Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. 22 Und sie wurden sehr betrübt und huben an, ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm: Herr, bin ich's? 23 Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchet, der wird mich verraten. 24 Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; doch wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wäre ihm besser, daß derselbige Mensch noch nie geboren wäre. 25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. 26 Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. 27 Und er nahm den Kelch und dankete, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus! 28 Das ist mein Blut des Neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. 29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Johannes 13 21 Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrübt im Geist und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. 22 Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. 23 Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß an der Brust JEsu, welchen Jesus liebhatte. 24 Dem winkete Simon Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem er sagte. 25 Denn derselbige lag an der Brust JEsu und sprach zu ihm: Herr, wer ist's? 26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Wir finden Jesus hier mit seinen Jüngern in Jerusalem. Die Vorbereitungen für das Passafest waren in vollem Gang – auch im Kreis der Zwölf. In seiner einzigartigen Weisheit bezog Jesus sie in die Vorbereitungen und in die Vorfreude auf dieses Fest ein. Hatte nicht Jesus selber gesagt, wie sehr er sich danach sehnte, dieses Fest mit ihnen gemeinsam zu feiern (Luk. 22, 15)? Unserem Herrn liegt viel an der Gemeinschaft mit den Seinen. So freut er sich auch hier auf die Stunden der Gemeinschaft, obwohl mitten unter ihnen der Verräter sitzt, der Jesus in die Hände der Feinde überliefert. Der Herr spricht offen darüber, und es beginnt ein erschrockenes Fragen in der Runde: »Bin ich es?« Eins ist deutlich: Es wird kein Weg daran vorbeiführen, dass Jesus sterben muss, aber für den, der ihn ausliefern und abstoßen und verkaufen wird, gibt es keine Zukunftsperspektive mehr. Denn Judas hatte sein Herz dem Satan geöffnet (Joh. 13, 27). Er war zu einem »Sohn des Verderbens« geworden, von dem Jesus sagt: »Keiner von ihnen (den Jüngern) ist verloren als nur der Sohn des Verderbens« (Joh. 17, 12). Gibt es einen Jesus-Nachfolger, den das Handeln des Judas nicht tief erschreckt? Erkennen wir in uns selbst nicht auch viel Böses? Ein Doppeltes ist gewiss: Wir können das »Judas- Rätsel« nicht lösen. Es bleiben Fragen offen. Und das andere: Wer auch immer Jesus in sein Leben aufgenommen hat bzw. aufnimmt, wer sich ihm anvertraut (hat), wird nicht verloren gehen. (Lies Joh. 1, 12. 13; 3, 13-16; 6, 47.) Nichts und niemand kann uns aus Gottes Hand reißen, und wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er unsere Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit (Joh. 10, 29; 1. Joh. 1, 9).
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