Logo oldtimer

Ihre seelische und geistliche Tankstelle im Internet ...
Ein Arbeitsbereich des Evangeliumsnetz e.V.
 
Diesen Themenkanal per eMail beziehen:

Hier an- und abmelden
 
Empfehlen Sie uns weiter:

Banner, Grafiken und Quellcode für Ihre Homepage!
 
Links:
 
weitere Texte:

10.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil X

09.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IX

08.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VIII

07.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VII

06.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VI

05.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil V

04.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IV

03.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil III
 
nächsten Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VII
vorherigen Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil V
Archiv



Datum: Montag, 06.04.2009
Bibelstelle: Matthäus 26, 36-46
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VI



Matthäus 26
36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hof, der hieß Gethsemane, und sprach zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis daß ich dorthin gehe und bete.
37 Und nahm zu sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.
38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet mit mir!
39 Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst.
40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?
41 Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
42 Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn; so geschehe dein Wille.
43 Und er kam und fand sie abermal schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs.
44 Und er ließ sie und ging abermal hin und betete zum drittenmal und redete dieselbigen Worte.
45 Da kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, daß des Menschen Sohn in der Sünder Hände überantwortet wird.
46 Stehet auf, laßt uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät!

Jesus weiß, dass seine Todesstunde nahegerückt ist. Nach der Einsetzung
des Abendmahls bricht er mit seinen Jüngern auf, um in den Garten Gethsemane zu gehen. Dieser Garten befindet sich am Fuß des Ölbergs. Jesus und seine Jünger suchten den Garten, der auch eine Übernachtungsmöglichkeit bot, oft auf (Luk. 21, 37; 22, 39a; Joh. 18, 2). Der Herr geht ganz bewusst in den Garten Gethsemane hinein. Er weiß, dass Judas ihn hier aufspüren wird.

Welch eine Souveränität kommt uns da entgegen! Zugleich war der Herr
aber auch »in seinem Geist erschüttert« worden (Joh. 13, 21). Jesus geht ins
Gebet. Es wird ein Ringen ohnegleichen werden. Der Herr erzittert nicht
nur wegen der großen Schande und der Schmerzen, die man ihm zufügen
wird, sondern davor, für einen Augenblick von Gott getrennt zu sein. Diese
Last will er mit Petrus, Jakobus und Johannes teilen. Sie sollen mit ihm
wachen und beten. Aber das Unfassliche geschieht: »Als diese Welt erregt ist
und die Jünger mit Sturm und Wellen kämpfen, schläft Jesus und zeigt
gerade darin, dass er der andere ist, der Sohn Gottes. Als aber die große
Aufregung zwischen Himmel und Hölle aufbricht und Jesus anfängt zu
trauern und zu zagen, da schlafen die Jünger« (R. Damrath). (Vgl. Luk. 21,
36; Eph. 6, 10-20.)

Der Herr brauchte offenbar die Nähe und Gebetsunterstützung derer, die
einmal die »Säulen« seiner Gemeinde werden sollten (Gal. 2, 9). Er hatte
seinen Jüngern das Wort Gottes ausgelegt, hatte sie Beten gelehrt, sie zum
Dienst berufen und bevollmächtigt und sich ihnen als der Christus offenbart.
Jesus wusste sehr wohl zu schätzen, dass sie alles verlassen hatten, um ihm
nachzufolgen (Mark. 10, 28ff). Doch ausgerechnet jetzt schlafen diese Männer.
»Wie viele Stunden der großen Geschichte Gottes werden verschlafen«
(R. Damrath)!


 

Unterstützen Sie bitte diese Arbeit mit Ihrer Spende: Spendenkonto