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13.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XIII

12.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XII

11.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XI

10.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil X

09.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IX

08.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil VIII

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Datum: Donnerstag, 09.04.2009
Bibelstelle: Matthäus 27, 11-31; Johannes 18, 28-38
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil IX



Matthäus 27
11 Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden König? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es.
12 Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Ältesten, antwortete er nichts.
13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörest du nicht, wie hart sie dich verklagen?
14 Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte.
15 Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.
16 Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barabbas.
17 Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe, Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus?
18 Denn er wußte wohl, daß sie ihn aus Neid überantwortet hatten.
19 Und da er auf dem Richterstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen.
20 Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, daß sie um Barabbas bitten sollten und JEsum umbrächten.
21 Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Sie sprachen: Barabbas.
22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit JEsu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß ihn kreuzigen!
23 Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Übels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen!
24 Da aber Pilatus sah, daß er nichts schaffete, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihr zu!
25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!
26 Da gab er ihnen Barabbas los; aber JEsum ließ er geißeln und überantwortete ihn, daß er gekreuziget würde.
27 Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers JEsum zu sich in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar.
28 Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an
29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seiest du, der Juden König!
30 Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
31 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten.

Johannes 18
28 Da führeten sie JEsum von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war früh. Und sie gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen möchten.
29 Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr für Klage wider diesen Menschen?
30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter wir hätten dir ihn nicht überantwortet.
31 Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten
32 (auf daß erfüllet würde das Wort JEsu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde).
33 Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief JEsu und sprach zu ihm: Bist du der Juden König?
34 Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben's dir andere von mir gesagt?
35 Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet; was hast du getan?
36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.
37 Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt kommen, daß ich die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.
38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm.


Vieles ist geschehen seit dem harten Gebetskampf des Herrn im Garten
Gethsemane: Verrat, Gefangennahme, Verleumdungen vor dem Hohen Rat,
die Verleugnung des Herrn durch Petrus. Nun steht Jesus vor Pilatus, der
offensichtlich schon über die vorigen Geschehnisse Bescheid weiß. Darum
eröffnet er die Verhandlung mit der direkten Frage: »Bist du der König der
Juden« (V. 11)? Zunächst einmal müssen wir feststellen, dass Pilatus Jesus
freibekommen wollte. Er ließ den Barabbas, »einen Aufrührer, der bei einem
Aufstand einen Mord begangen hatte«, vorführen. Die Juden sollten – entsprechend damaliger Sitte – wählen, ob dieser Mörder zum Fest freikommen sollte oder Jesus. Pilatus fragte: »Wollt ihr, dass ich den König der Juden freilasse?« Hatte er doch längst bemerkt, dass die Hohen Priester Jesus nur aus Neid ausgeliefert hatten. Sie hetzten, gemeinsam mit den Vertretern des Hohen Rats, das Volk auf, die Freilassung des Barabbas zu fordern. Pilatus, von der Unschuld des Herrn überzeugt, wandte sich von Neuem an sie und fragte: Was soll ich mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? Da schrien sie: »Kreuzige ihn!« (Mark. 15, 7-13).

Dieses »Kreuzige ihn« hallt durch die Geschichte. »Es gilt dem, der unendliche
Liebe für alle bewies. Es gilt dem, in dem die göttliche Liebe und Weisheit
Gestalt gewann« (G. Maier). Warum hat der Vater im Himmel seinem Sohn
das entsetzliche Leiden nicht erspart? Er hat es deshalb nicht getan, weil die
Abkehr des Menschen von Gott eine so schwere Kränkung für ihn war und
gesühnt werden musste. Die Sündhaftigkeit des Menschen, auch meine, ist
Ursache für die Verurteilung von Jesus. Wir lesen Jesaja 53, 1-12.



 

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