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nächsten Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil I vorherigen Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XII Archiv Datum: Montag, 13.04.2009 Bibelstelle: Markus 16, 7-14 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XIII Markus 16 7 Gehet aber hin und sagt's seinen Jüngern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. 8 Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand nichts; denn sie fürchteten sich. 9 Jesus aber, da er auferstanden war frühe am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. 10 Und sie ging hin und verkündigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten. 11 Und dieselbigen, da sie höreten, daß er lebete und wäre ihr erschienen, glaubten sie nicht. 12 Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen. 13 Und dieselbigen gingen auch hin und verkündigten das den andern; denen glaubten sie auch nicht. 14 Zuletzt, da die Elfe zu Tische saßen, offenbarete er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Die Frauen am leeren Grab bekommen einen ungewöhnlichen Auftrag: »Geht hin, sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er euch nach Galiläa vorausgeht! Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.« Petrus wird hier besonders erwähnt. Er, der gründlich versagt hat, soll es extra und ausdrücklich zugesprochen bekommen, dass Jesus lebt. In einer Auslegung heißt es: »Es ist gerade so, als ob der ganze Himmel zugeschaut hat, wie Petrus umfiel – und ihm jetzt unter die Arme greift, damit er wieder hochkommt. « Petrus bekommt eine neue Chance. Er, der eben noch am Boden zerstört war, hört die frohe Botschaft von der Auferweckung des Herrn. Man sollte meinen, dass auch er und die anderen Jünger sich von der Auferstehungs-Freude hätten entzünden lassen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Jünger bleiben im Unglauben stecken. Es ist verständlich, dass für sie, die ihr Meister zum Apostelamt erwählt, beauftragt und bevollmächtigt hatte, eine Welt zusammenbrach. Jesus weiß das. Und er lässt die Seinen nicht im Stich. Er geht ihnen nach, enthüllt sich den Jüngern als der auferstandene Herr, isst mit ihnen Fische und Brot, zeigt Thomas seine Wundmale und spricht mit Petrus unter vier Augen. Und er tadelt ihren Unglauben. Das alles sind Erweise seiner Liebe und Treue. So wachsen in den Trümmern ihres Unglaubens und ihrer Hoffnungslosigkeit ein erneuertes Vertrauen und eine erneuerte Liebe. Thomas – überrascht von der gütigen Zuwendung des Herrn – bekennt: »Mein Herr und mein Gott« (Joh. 20, 28)! Petrus – berührt von der vergebenden Liebe seines Meisters – bezeugt: »Herr, du weißt alles, du erkennst, dass ich dich lieb habe« (Joh. 21, 17). (Vgl. Ps. 34, 19; Matth. 12, 20; Luk. 22, 32.)
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