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nächsten Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil II vorherigen Text: Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XIII Archiv Datum: Dienstag, 14.04.2009 Bibelstelle: Johannes 1, 15-18. 26-36 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil I Johannes 1 15 Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. 16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch JEsum Christum worden. 18 Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündiget. 26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. 27 Der der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. 28 Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufete. 29 Des andern Tages siehet Johannes JEsum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. 31 Und ich kannte ihn nicht, sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich kommen, zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes zeugete und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, derselbige sprach zu mir: Über welchen, du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, derselbige ist's, der mit dem Heiligen Geist taufet. 34 Und ich sah es und zeugete, daß dieser ist Gottes Sohn. 35 Des andern Tags stund abermal Johannes und zwei seiner Jünger. 36 Und als er sah JEsum wandeln, sprach, er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Wie oft haben wir es schon gehört und in der Bibel gelesen: Menschen sind Jesus begegnet und wurden verändert. Sie kamen beladen mit Kummer, Sünde und Krankheit und kehrten geheilt und froh in ihren Alltag zurück. Sie lobten Gott mit lauter Stimme, damit alle anderen es hörten. Sie konnten es kaum fassen, dass sie in Jesus der Herrlichkeit Gottes begegnet waren und die Kraft seines Geistes an ihren Körpern und Seelen erfahren hatten (z. B. Matth. 15, 30. 31; Mark. 1, 45; 2, 12; Luk. 5, 25. 26; Apg. 3, 7-9). Damals fragte man sich immer wieder: Wer ist denn dieser, dass er Menschen die Sünden vergibt und sie von ihren Gebrechen heilt? Wie sagte Johannes der Täufer? » . . . dieser ist es, der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist.« Mit anderen Worten: Der jetzt unter uns ist, war schon immer da – in der Ewigkeit bei seinem Vater (Dan. 7, 9. 13. 14). Er kann kein anderer sein als Gott selbst, der den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat. Wer Jesus damals begegnete, stand vor dem, der von sich sagte: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich« (Joh. 14, 6; vgl. Kol. 1, 15-20). Und heute? Jesus ist nicht mehr sichtbar unter uns. Aber wir können ihm dennoch persönlich begegnen und dürfen unsere Lasten zu ihm bringen. Der Herr hat sein Versprechen gehalten: »Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir« (Joh. 15, 26). Der Heilige Geist öffnet unsere Herzensaugen für Jesus und sein Heil. Ja, mehr noch: Jesus wohnt durch den Heiligen Geist in denen, die ihn in ihr Leben aufgenommen haben. Näher kann uns der Herr nicht sein.
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