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18.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil V

17.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IV

16.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil III

15.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil II

14.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil I

13.04. Wunde Punkte – Wendepunkte, Teil XIII

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Datum: Mittwoch, 15.04.2009
Bibelstelle: Johannes 1, 35-37
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil II



Johannes 1
35 Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern;
36 und hinblickend auf Jesus, der umherging, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes!
37 Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesus nach.

Zwei Männer suchen nach dem »richtigen Weg« für ihr Leben. Wie viele sind
in einer ähnlichen Lage. Man hat sich einer Gruppe angeschlossen, sucht
aber weiter nach dem wahren Sinn des Lebens, nach Frieden, Gerechtigkeit
und Freude. Andreas und sein Freund befanden sich schon auf einem guten
Weg, keine Frage. Sie hörten Johannes (dem Täufer) zu, wenn er predigte,
und versuchten zu befolgen, was er sagte. Sie wollten ein Gott wohlgefälliges
Leben führen. Aber »irgendetwas« fehlte ihnen. Das spürten sie. Ihr Lehrer
Johannes bemerkte das. Er wusste, wonach sie suchten und gab ihnen einen
deutlichen Fingerzeig: »Siehe, das Lamm Gottes«! Schaut auf diesen Mann.
Er kann euch geben, wonach ihr euch sehnt.

Die beiden Johannesjünger hätten diese Weisung ignorieren können. Da sie
aber aufrichtige Sucher waren und Hunger nach Wahrheit hatten, gingen sie
Jesus hinterher. Sie wollten ihn unbedingt kennenlernen. (Lies Matth. 7, 7.
8.) Gott lässt niemanden sitzen, der nach ihm sucht. Er wartet ja darauf,
dass seine Menschen zu ihm kommen und sich von ihrem verzweifelt bösen
Schaden befreien lassen. Er leidet mit denen, die sich mit guten Vorsätzen
selber quälen oder erfolglos einen Weg aus den Nöten ihres Lebens suchen.
Es schmerzt ihn tief, wenn sein Versöhnungsangebot ausgeschlagen wird,
weil es anscheinend zu einfach, zu kindisch sei. »Wie – einfach nur glauben?
Das kann nicht sein!« Und doch, es ist so. »Ein jeder, der den Namen des
Herrn anrufen wird, wird gerettet werden« (Joel 3, 5a). Ihm werden die
Augen geöffnet für die himmlische Realität, dass es den Gott der Bibel
wirklich gibt und seine Worte wahr sind. Er wird eine Horizonterweiterung
erfahren, weil für ihn das Sichtbare nicht mehr der Weisheit letzter Schluss
ist. (Lies 4. Mose 21, 4-9; Hab. 2, 4; Hebr. 11, 1. 3.)


 

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