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nächsten Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil III vorherigen Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil I Archiv Datum: Mittwoch, 15.04.2009 Bibelstelle: Johannes 1, 35-37 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil II Johannes 1 35 Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern; 36 und hinblickend auf Jesus, der umherging, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! 37 Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesus nach. Zwei Männer suchen nach dem »richtigen Weg« für ihr Leben. Wie viele sind in einer ähnlichen Lage. Man hat sich einer Gruppe angeschlossen, sucht aber weiter nach dem wahren Sinn des Lebens, nach Frieden, Gerechtigkeit und Freude. Andreas und sein Freund befanden sich schon auf einem guten Weg, keine Frage. Sie hörten Johannes (dem Täufer) zu, wenn er predigte, und versuchten zu befolgen, was er sagte. Sie wollten ein Gott wohlgefälliges Leben führen. Aber »irgendetwas« fehlte ihnen. Das spürten sie. Ihr Lehrer Johannes bemerkte das. Er wusste, wonach sie suchten und gab ihnen einen deutlichen Fingerzeig: »Siehe, das Lamm Gottes«! Schaut auf diesen Mann. Er kann euch geben, wonach ihr euch sehnt. Die beiden Johannesjünger hätten diese Weisung ignorieren können. Da sie aber aufrichtige Sucher waren und Hunger nach Wahrheit hatten, gingen sie Jesus hinterher. Sie wollten ihn unbedingt kennenlernen. (Lies Matth. 7, 7. 8.) Gott lässt niemanden sitzen, der nach ihm sucht. Er wartet ja darauf, dass seine Menschen zu ihm kommen und sich von ihrem verzweifelt bösen Schaden befreien lassen. Er leidet mit denen, die sich mit guten Vorsätzen selber quälen oder erfolglos einen Weg aus den Nöten ihres Lebens suchen. Es schmerzt ihn tief, wenn sein Versöhnungsangebot ausgeschlagen wird, weil es anscheinend zu einfach, zu kindisch sei. »Wie – einfach nur glauben? Das kann nicht sein!« Und doch, es ist so. »Ein jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden« (Joel 3, 5a). Ihm werden die Augen geöffnet für die himmlische Realität, dass es den Gott der Bibel wirklich gibt und seine Worte wahr sind. Er wird eine Horizonterweiterung erfahren, weil für ihn das Sichtbare nicht mehr der Weisheit letzter Schluss ist. (Lies 4. Mose 21, 4-9; Hab. 2, 4; Hebr. 11, 1. 3.)
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