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nächsten Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IV vorherigen Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil II Archiv Datum: Donnerstag, 16.04.2009 Bibelstelle: Johannes 1, 37-39 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil III Johannes 1 37 Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesus nach. 38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi - was übersetzt heisst: Lehrer -, wo hältst du dich auf? 39 Er spricht zu ihnen: Kommt, und ihr werdet sehen! Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde. »Und die beiden Jünger . . . folgten Jesus nach.« – Das ganz natürliche hinter jemandem Hergehen ist hier gemeint. Damit fing alles an. Es war schon die Folge einer getroffenen Entscheidung, sich mit diesem Jesus näher zu befassen. Nicht nur gedanklich. Sie suchten die persönliche Beziehung. Jesus spürte ihre Absicht, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Aber wollten sie auch wirklich mit ihm gehen und mit ihm leben? Waren sie bereit, alles Bisherige hinter sich zu lassen? Welche Motive brachten sie dazu, hinter Jesus herzugehen? Darüber möchte der Herr mit ihnen sprechen. Er wendet sich den Johannesjüngern zu und stellt ihnen die einfache, aber ins Schwarze treffende Frage: »Was sucht ihr?« Solch eine Frage fordert geradezu eine ebenso einfache und klare Antwort, wenn sie ehrlich sein soll. Wortreiche Umschreibungen entlarven nur den Unentschlossenen, der sich nicht festlegen mag. – Was suchst du? Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, sich darüber klar zu werden, in welche Richtung wir unser Leben steuern wollen. Was suche ich, was will ich? Auf diese alles entscheidende Frage hat ein Dichter folgende Antwort gefunden, die uns helfen will, mit unserem Leben nicht am Ziel vorbeizutreiben: »O Gottes Sohn, du Licht und Leben, o treuer Hirt, Immanuel! Nur dir hab ich mich übergeben, nur dir gehöret Leib und Seel. Ich will mich nicht mehr selber führen, du sollst als Hirte mich regieren; so geh denn mit mir aus und ein. Ach Herr, erhöre meine Bitten, und leite mich auf allen Tritten! Ich gehe keinen Schritt allein« (K. H. von Bogatzky). (Lies Ps. 27, 9; 63, 2; 105, 4; Spr. 8, 17.)
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