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nächsten Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VI vorherigen Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IV Archiv Datum: Samstag, 18.04.2009 Bibelstelle: Johannes 1, 40-44 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil V Johannes 1 40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. 41 Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - was übersetzt ist: Christus. 42 Und er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du wirst Kephas heissen - was übersetzt wird: Stein. 43 Am folgenden Tag wollte er nach Galiläa aufbrechen, und er findet Philippus; und Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach! 44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Die gute Nachricht, die Andreas überbrachte, veränderte auch das Leben seines Bruders Simon. Er gehörte ebenso wie viele seiner Volksgenossen zu den Hoffenden und Wartenden. Er litt unter den damals herrschenden Zuständen in Galiläa und Judäa. Die römische Besatzungsmacht war nicht gerade beliebt. Heidentum und Judentum prallten oft schmerzhaft aufeinander. Litt Simon auch an persönlichen Nöten? Drückte ihn manche Schuld? Hatte er Glaubensprobleme? Es wird uns nicht berichtet, wie Simon auf die Botschaft seines Bruders reagierte. War er sprachlos oder skeptisch? Andreas fing offensichtlich nicht an, mit Simon lang und breit zu diskutieren. Er führte ihn umgehend zu Jesus: »Komm mit und schau ihn dir an! Höre selbst, was er zu sagen hat.« Und dann standen sie sich gegenüber – der einfache Fischer vom See Genezareth und Jesus, der Sohn und Gesandte Gottes, der Hoffnungsträger Israels und der Völker (Jes. 49, 6). Ahnte Simon, dass dieser Augenblick den Verlauf seines Lebens bestimmen würde, weit über ein Fischerdasein hinausreichend? Jesus sah ihn einfach an und wusste über ihn Bescheid. Er sah die Bestimmung dieses Mannes, seine Person, sein Wesen, seine Gaben und Mängel. Er sah, was Simon in diesem Augenblick darstellte und wer er einmal sein würde. Kein »aus dir wird nichts« – ein Satz, der schon viele die Selbstachtung gekostet hat –, sondern ein Zuspruch, eine Zusage, die sich gewiss erfüllen würde: »Du bist ( jetzt noch) Simon, Sohn des Jonas; du sollst (aber schon jetzt) Kephas bzw. Petrus heißen, das bedeutet Fels.« – Der Name steht für die Person und ihre Bestimmung. Nach Pfingsten war Petrus die Stütze der Gläubigen. Auf seinem Bekenntnis gründet sich die Gemeinde des Herrn Jesus Christus. (Lies Matth. 16, 13-19; Apg. 2, 14. 38; 3, 1. 4-6. 12; 4, 8. 19; 5, 3. 9. 15.)
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