Logo oldtimer

Ihre seelische und geistliche Tankstelle im Internet ...
Ein Arbeitsbereich des Evangeliumsnetz e.V.
 
Diesen Themenkanal per eMail beziehen:

Hier an- und abmelden
 
Empfehlen Sie uns weiter:

Banner, Grafiken und Quellcode für Ihre Homepage!
 
Links:
 
weitere Texte:

24.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil I

23.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil X

22.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IX

21.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VIII

20.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VII

19.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VI

18.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil V

17.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IV
 
nächsten Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VIII
vorherigen Text: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VI
Archiv



Datum: Montag, 20.04.2009
Bibelstelle: Johannes 1, 46-50
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VII



Johannes 1
46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
47 Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist.
48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.
49 Nathanael antwortete und sprach: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.
50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? Du wirst Grösseres als dies sehen.

»Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist.« Jesus hat die
Skepsis Nathanaels nicht übel genommen. Der Herr schätzte dessen Vorsicht
und Gewissenhaftigkeit, die ihn gegenüber einer außerordentlichen Nachricht
nüchtern sein ließ. Nathanael wollte sicher erst dem Wahrheitsgehalt
der Botschaft auf den Grund gehen. – Die tiefgründig freundliche Begrüßung
von Jesus bringt Nathanael aus der Fassung: »Woher kennst du mich?«
Blitzartig weiß er sich von Gott erkannt. Vor dem Heiligen ist alles offenbar.
Das erschreckt den jungen Mann bis ins Innerste. Und zugleich spürt er die
wahrhaftige Wertschätzung des Herrn. Dann geht Jesus einen weiteren
Schritt auf ihn zu: »Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum
warst, sah ich dich.« Nathanael vernimmt, dass Jesus ihn schon kannte, ehe
er auch nur einen Blick auf Jesus geworfen hatte. Hier stoßen wir auf das
Geheimnis der Berufung. (Lies Jer. 1, 5; Joh. 15, 16; Gal. 1, 15; Eph. 1, 4.)
Warum erwähnt Jesus den Feigenbaum? Weinstock und Feigenbaum gehörten
damals zu einem Wohnsitz. Der Feigenbaum mit seinen großen Blättern
ist ein ausgezeichneter Schattenspender. Er gewährt auch eine gewisse
Privatsphäre, in der man sich unbeobachtet fühlen kann. Jesus schaut auch
und gerade in diese Privatsphäre hinein und durchleuchtet sie – nicht um
uns bloßzustellen, sondern um der Wahrheit willen, die uns frei machen will
von allem, was uns bindet und das echte Leben verhindert. Nathanael fühlte
sich durchschaut, aber nicht wie bei einer Straftat ertappt, sondern von der
Liebe Gottes entdeckt. Das öffnete ihm in unbegreiflicher Weise die Augen,
wer Jesus wirklich ist und vor allem für ihn – den Skeptiker – sein will:
»Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel.« (Vgl. Matth. 16,
16; Jer. 23, 5; Ps. 2, 6.)



 

Unterstützen Sie bitte diese Arbeit mit Ihrer Spende: Spendenkonto