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25.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil II

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22.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IX

21.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VIII

20.04. Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil VII

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Datum: Mittwoch, 22.04.2009
Bibelstelle: Johannes 3, 3-7; 2. K orinther 3, 12-18
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Seelsorge-Gespräche im Johannesevangelium, Teil IX



Johannes 3
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?
5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.
6 Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.
7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.

2. Korinther 3
12 Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gehen wir mit grosser Freimütigkeit vor
13 und [tun] nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Söhne Israels nicht auf das Ende des Vergehenden blicken sollten.
14 Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbe Decke auf der Verlesung des Alten Testaments und wird nicht aufgedeckt, weil sie [nur] in Christus beseitigt wird.
15 Aber bis heute, sooft Mose gelesen wird, liegt eine Decke auf ihrem Herzen.
16 `Dann aber, wenn es `sich zum Herrn wendet, wird die Decke weggenommen.
17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.
18 Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden [so] verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie [es] vom Herrn, dem Geist, [geschieht].

Was konnte Jesus für die beunruhigte Seele des Nikodemus tun? Würde er
sich hinsetzen und diesem frommen und gebildeten Mann haarklein auseinandersetzen, was die Propheten über ihn geweissagt haben und dass er der Messias ist? Er tat es nicht. Warum nicht? Hatte Nikodemus kein Recht zu erfahren, wer eigentlich sein Gesprächspartner war? So leicht macht es Jesus diesem Mann nicht. Denn wie er einem Simon tief ins Herz geschaut hatte, so tat er es auch bei seinem Besucher. Nikodemus wusste, was in seiner Bibel stand. Er kannte das Wort Gottes. Aber er wusste nicht, dass ihm
Entscheidendes fehlte, um es wirklich zu erkennen. Darauf spricht Jesus ihn
an.

Um Gottes Wort zu verstehen, reicht es nicht aus, biblische Inhalte zu
kennen. Das ist wertvoll und wichtig. Aber wir dürfen nicht im Wissen
stecken bleiben. Wir brauchen ein »neues Denken«, ein geistliches Erkennen.
Eine Geburt von oben, von Gott her. Man wird noch einmal geboren – von
daher »wiedergeboren« (Tit. 3, 5). Die Wiedergeburt geschieht durch das
Wort Gottes und seinen Geist. Fehlt selbst dem Bibelkenner dieser Geist,
bleibt all sein theologisches Wissen und Reden im Netz der Diesseitigkeit
hängen und ist ohne jede Heilserwartung und Erfüllung. (Vgl. Hebr. 11, 3;
Luk. 11, 13.) Wir dürfen wie David beten: »Schaffe in mir, Gott, ein reines
Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist« (Ps. 51, 12).

Vielleicht hatte Nikodemus ein spannendes theologisches Gespräch erwartet,
in dem er mit diesem neuen Rabbi spitzfindig die Klingen kreuzen konnte.
Dagegen wird seine ganze Lehrweisheit – auch die seiner Kollegen – infrage
gestellt, indem Jesus ihm zu verstehen gibt, dass er zwar alles weiß, aber
nicht den Kern der Sache versteht. (Lies Phil. 3, 7-14.)


 

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