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01.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil VIII

30.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil VII

29.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil VI

28.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil V

27.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil IV

26.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil III

25.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil II

24.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil I
 
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Datum: Montag, 27.04.2009
Bibelstelle: Jakobus 3, 2; Spr üche 10, 19-21
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil IV



Jakobus 3

2 denn wir alle straucheln oft. Wenn jemand nicht im Wort strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib zu zügeln.

Sprüche 10
19 Bei vielen Worten bleibt Treubruch nicht aus, wer aber seine Lippen zügelt, handelt klug.
20 Auserlesenes Silber ist die Zunge des Gerechten, das Herz der Gottlosen [aber] ist wenig wert.
21 Die Lippen des Gerechten weiden viele, aber die Narren sterben durch Unverstand.
Nicht nur Lehrer haben ihre Worte sorgfältig einzusetzen; denn wir alle
haben unsere Fehler. Jakobus sagt wörtlich: »Wir alle stolpern oft.« Das
betrifft besonders unser Mundwerk. »Es stolpern mehr Menschen über ihre
Zunge als über ihre Füße.« Dieser humorvolle Satz auf einer Postkarte bringt
treffend zum Ausdruck, dass wir oft aus Gedankenlosigkeit versagen. Man
hört gar nicht richtig hin und redet einfach. Man meint schon zu wissen,
was der andere sagen will, und lässt ihn gar nicht ausreden. Man findet den
Gesprächspartner zu umständlich, wenn er sich äußert, und schneidet ihm
das Wort ab.

Wir tun uns wirklich schwer mit unserem Reden und Nicht-Reden. Das stellt
Jakobus nüchtern fest: »Wem es freilich gelingt, nur das zu sagen, was dem
anderen hilft und ihm nicht schadet, den kann man als vollkommen
bezeichnen. Denn wer seine Zunge beherrscht, der kann auch seinen ganzen
Körper beherrschen.« Bezeichnenderweise gibt Jakobus uns jetzt nicht den
Rat: »Schweigt euch lieber an!« Wie dick kann doch die Luft sein, wie
gespannt die Atmosphäre, wenn man nicht redet! Es ist so: »Die Regelung
des Wortes ist das Allerschwerste, das Allerletzte, was wir erreichen« (A.
Schlatter). Es gibt nur einen im Reden und Schweigen »Vollkommenen«:
Jesus, der sündlose Menschensohn. Sicher hat Jakobus als »Bruder« von
Jesus oft darüber nachgedacht, wie der Herr mit den unterschiedlichen
Menschen sprach – mit freundlich und feindlich Gesinnten, stillen und
lebhaften Gemütern, mit schwierigen und oberflächlich wirkenden Leuten,
mit akademisch Gebildeten und Facharbeitern, mit Kranken und Starken. In
den Evangelien finden wir dazu zahlreiche Beispiele. Zur rechten Zeit das
Richtige sagen oder still sein, das lernen wir in der tiefen Freundschaft mit
Jesus: Markus 14, 60-62; 15, 1-5; Johannes 18, 33-37; 19, 9-11; 1. Petrus 2,21-25.


 

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