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nächsten Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil VI vorherigen Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil IV Archiv Datum: Dienstag, 28.04.2009 Bibelstelle: Jakobus 3, 3-6 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil V Jakobus 3 3 Wenn wir aber den Pferden die Zäume in die Mäuler legen, damit sie uns gehorchen, lenken wir auch ihren ganzen Leib. 4 Siehe, auch die Schiffe, die so gross und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will. 5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich grosser Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen grossen Wald zündet es an! 6 Und die Zunge ist ein Feuer, die Welt der Ungerechtigkeit. Die Zunge zeigt sich unter unseren Gliedern [als diejenige], die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird. Jakobus veranschaulicht mit drei bildhaften Vergleichen, wie grundlegend der Gebrauch unsrer Zunge für unser ganzes Leben ist. Niemand sage vorschnell: »Die Zunge ist doch nur ein kleines Körperteil, nicht so wichtig.« Jakobus setzt dagegen: 1. Vergleichen wir die kleine Zunge mit der kleinen Gebiss-Stange im Maul des Pferdes. Das angelegte Zaumzeug ermöglicht es dem Reiter, das ganze Tier zu zügeln. Die Gangart des Pferdes, seine »Ausstrahlung« rundum, lässt sich vergleichen mit der »Gangart« und Ausstrahlung unseres Lebens. Ob wir uns bewusst sind, welch grundlegende Rolle dabei eine gezügelte oder lose Zunge spielt? Unsere Worte haben vor Gott ein großes Gewicht. Er weiß nicht nur um jedes Wort auf meiner Zunge, er wird mich auch eines Tages beurteilen und prüfen, wie ich’s gehalten habe mit unnützen und bösen Worten (Ps. 139, 4; Matth. 12, 36. 37). Dann hilft kein Pochen auf meine guten Taten! Viele Menschen, auch Christen, haben hier ihre Schwachstelle. Sie meinen, Worte verfliegen und Taten bleiben. Die Bibel aber zeigt eine andere Richtlinie: Auch Worte zählen bei Gott unter die Taten. Reden und Tun, Sprache und Leben, Worte und Sein gehören untrennbar zusammen wie Zunge und Lippen. Maßgebend wird sein: Wer sitzt bei mir »im Sattel«? Wer führt die Zügel? Ich selber? Eins ist gewiss: Kein Mensch kann sich selber führen. Er ist darauf angelegt, geführt zu werden. Ich darf mich in allem dem einzigartigen und guten »Reitmeister«, dem Heiligen Geist, anvertrauen. Er führt mich richtig und sicher: Johannes 16, 13-15; Römer 8, 14. Gott will sogar seine Worte in meinen Mund legen (Jer. 1, 9; vgl. 2. Mose 4, 12; Matth. 10, 19. 20). So bekommt mein Leben göttliche Ausstrahlung.
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