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01.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil VIII

30.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil VII

29.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil VI

28.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil V

27.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil IV

26.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil III

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Datum: Dienstag, 28.04.2009
Bibelstelle: Jakobus 3, 3-6
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil V



Jakobus 3

3 Wenn wir aber den Pferden die Zäume in die Mäuler legen, damit sie uns gehorchen, lenken wir auch ihren ganzen Leib.
4 Siehe, auch die Schiffe, die so gross und von heftigen Winden getrieben sind, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin das Trachten des Steuermanns will.
5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich grosser Dinge. Siehe, welch kleines Feuer, welch einen grossen Wald zündet es an!
6 Und die Zunge ist ein Feuer, die Welt der Ungerechtigkeit. Die Zunge zeigt sich unter unseren Gliedern [als diejenige], die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird.

Jakobus veranschaulicht mit drei bildhaften Vergleichen, wie grundlegend
der Gebrauch unsrer Zunge für unser ganzes Leben ist. Niemand sage
vorschnell: »Die Zunge ist doch nur ein kleines Körperteil, nicht so wichtig.«
Jakobus setzt dagegen:

1. Vergleichen wir die kleine Zunge mit der kleinen Gebiss-Stange im
Maul des Pferdes. Das angelegte Zaumzeug ermöglicht es dem Reiter, das
ganze Tier zu zügeln. Die Gangart des Pferdes, seine »Ausstrahlung«
rundum, lässt sich vergleichen mit der »Gangart« und Ausstrahlung unseres
Lebens. Ob wir uns bewusst sind, welch grundlegende Rolle dabei eine
gezügelte oder lose Zunge spielt? Unsere Worte haben vor Gott ein großes
Gewicht. Er weiß nicht nur um jedes Wort auf meiner Zunge, er wird mich
auch eines Tages beurteilen und prüfen, wie ich’s gehalten habe mit unnützen
und bösen Worten (Ps. 139, 4; Matth. 12, 36. 37). Dann hilft kein Pochen
auf meine guten Taten! Viele Menschen, auch Christen, haben hier ihre
Schwachstelle. Sie meinen, Worte verfliegen und Taten bleiben. Die Bibel
aber zeigt eine andere Richtlinie: Auch Worte zählen bei Gott unter die
Taten. Reden und Tun, Sprache und Leben, Worte und Sein gehören untrennbar zusammen wie Zunge und Lippen.

Maßgebend wird sein: Wer sitzt bei mir »im Sattel«? Wer führt die Zügel?
Ich selber? Eins ist gewiss: Kein Mensch kann sich selber führen. Er ist
darauf angelegt, geführt zu werden. Ich darf mich in allem dem einzigartigen
und guten »Reitmeister«, dem Heiligen Geist, anvertrauen. Er führt mich
richtig und sicher: Johannes 16, 13-15; Römer 8, 14. Gott will sogar seine
Worte in meinen Mund legen (Jer. 1, 9; vgl. 2. Mose 4, 12; Matth. 10, 19. 20).
So bekommt mein Leben göttliche Ausstrahlung.


 

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