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07.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil XIV

06.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil XIII

05.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil XII

04.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil XI

03.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil X

02.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil IX

01.05. Was unsere Worte bewirken können – Teil VIII

30.04. Was unsere Worte bewirken können – Teil VII
 
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Datum: Sonntag, 03.05.2009
Bibelstelle: Jakobus 3, 9. 10; Psalm 10, 7
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil X



Jakobus 3
9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen worden sind.
10 Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein.

Psalm 10
7 Voll Fluch ist sein Mund, voll Hinterlist und Bedrückung; unter seiner Zunge ist Mühsal und Unheil.

Machen wir uns noch einmal klar: Jakobus schreibt an Christen. »Meine
Brüder« (V. 10) sind Menschen, die Jesus Christus ihr Leben anvertraut und
den Heiligen Geist empfangen haben. Aber damit sind aus dem Lebensstil
des Christen nicht einfach alte, sündhafte Gewohnheiten ausradiert. Das
neue Leben ist da, aber das alte auch noch! Eine Tatsache, die sich besonders
in unseren Worten zeigt. »Mit unserer Zunge preisen wir den Herrn und
Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes
geschaffen worden sind.« Welch ein krasser Widerspruch! Wir können
unseren Vater im Himmel mit den herrlichsten Liedern loben, und wenige
Minuten später reden wir schlecht über einen anderen Menschen. Dabei
müssen nicht unbedingt derbe Worte fallen. »Fluchen« meint nicht nur den
aggressiven Kraftausdruck in unbeherrschter Verfassung, sondern jede
Form von Getratsche und Geflunker, von Verdächtigung und Verleumdung
des Menschen. Fluch hat ausstoßenden Charakter. Man stößt den Menschen
weg und nimmt ihm seine Ehre. Dabei ist er doch auch »nach dem Bilde
Gottes gemacht«. Jeder Mensch hat seine unverkennbare Würde, und niemand
hat ein Recht, diese anzutasten – weder durch schlechte Worte noch
durch böse Taten. Die Sünde hat den Menschen, das Ebenbild Gottes, zwar
sehr entstellt, trotzdem gilt: Jeder Mensch ist Gottes geliebtes Geschöpf.
Schon allein diese Tatsache sollte uns helfen, einander mit Wertschätzung
und Demut zu begegnen. »Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre
willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und
ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern
dient« (Phil. 2, 3. 4; wir lesen noch die Verse 5 bis 11).


 

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