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nächsten Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil XI vorherigen Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil IX Archiv Datum: Sonntag, 03.05.2009 Bibelstelle: Jakobus 3, 9. 10; Psalm 10, 7 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil X Jakobus 3 9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen worden sind. 10 Aus demselben Mund geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht so sein. Psalm 10 7 Voll Fluch ist sein Mund, voll Hinterlist und Bedrückung; unter seiner Zunge ist Mühsal und Unheil. Machen wir uns noch einmal klar: Jakobus schreibt an Christen. »Meine Brüder« (V. 10) sind Menschen, die Jesus Christus ihr Leben anvertraut und den Heiligen Geist empfangen haben. Aber damit sind aus dem Lebensstil des Christen nicht einfach alte, sündhafte Gewohnheiten ausradiert. Das neue Leben ist da, aber das alte auch noch! Eine Tatsache, die sich besonders in unseren Worten zeigt. »Mit unserer Zunge preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen worden sind.« Welch ein krasser Widerspruch! Wir können unseren Vater im Himmel mit den herrlichsten Liedern loben, und wenige Minuten später reden wir schlecht über einen anderen Menschen. Dabei müssen nicht unbedingt derbe Worte fallen. »Fluchen« meint nicht nur den aggressiven Kraftausdruck in unbeherrschter Verfassung, sondern jede Form von Getratsche und Geflunker, von Verdächtigung und Verleumdung des Menschen. Fluch hat ausstoßenden Charakter. Man stößt den Menschen weg und nimmt ihm seine Ehre. Dabei ist er doch auch »nach dem Bilde Gottes gemacht«. Jeder Mensch hat seine unverkennbare Würde, und niemand hat ein Recht, diese anzutasten – weder durch schlechte Worte noch durch böse Taten. Die Sünde hat den Menschen, das Ebenbild Gottes, zwar sehr entstellt, trotzdem gilt: Jeder Mensch ist Gottes geliebtes Geschöpf. Schon allein diese Tatsache sollte uns helfen, einander mit Wertschätzung und Demut zu begegnen. »Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient« (Phil. 2, 3. 4; wir lesen noch die Verse 5 bis 11).
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