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nächsten Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil XIII vorherigen Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil XI Archiv Datum: Dienstag, 05.05.2009 Bibelstelle: Jakobus 3, 13-18 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil XII Jakobus 3 13 Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus dem guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit. 14 Wenn ihr aber bitteren Neid und Eigennutz in euren Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. 15 Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische. 16 Denn wo Neid und Eigennutz ist, da ist Zerrüttung und jede schlechte Tat. 17 Die Weisheit von oben aber ist aufs erste rein, sodann friedsam, gütig, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt. 18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden denen gesät, die Frieden stiften. Im zweiten Hauptteil von Kapitel 3 zeigt Jakobus, wie eng unser Reden mit dem Geschenk der Weisheit Gottes verknüpft ist. In Kapitel 1, 5 sprach Jakobus davon, dass Christen generell Zugang zur Weisheit Gottes haben. Das Gebet ist die Tür, die in die Schatzkammer der Weisheit Gottes führt. In unserem Abschnitt geht es um die Frage, wer ist »weise und verständig unter euch«? Woran lässt sich die echte Weisheit erkennen? Mehr noch: Wer unter den Christen kann hilfreiche, vom Geist Gottes geleitete Antworten auf Lebensfragen anbieten und klare Wegweisung geben? Weisheit im biblischen Sinn ist »die von Gott geschenkte Gabe, die Dinge des Lebens recht zu beurteilen und sie, durch kluge Einsicht in ihre Zusammenhänge, dem Willen Gottes gemäß zu gestalten« (J. Schneider). Offenbar gab es in der jungen Christengemeinde Jerusalems Gläubige, die von sich dachten: Ich habe den nötigen Durchblick und weiß, wo dieser und jener »schief« liegt, und was man ihm vom Wort Gottes her zu sagen hat. Jakobus macht nun die Probe: »Wer von euch meint, klug und weise zu sein, der soll das durch seine ganze Lebensführung zu erkennen geben. Er zeige seine Werke in Sanftmut der Weisheit.« Wer Menschen in der christlichen Gemeinde zu führen und zu lehren hat, ist nicht allein dadurch ein guter Mitarbeiter und eine echte Autoritätsperson, dass er anderen sagt, wo’s langgeht, er muss auch selber mitgehen und selber tun, was er anderen sagt. Dabei ist es völlig normal, dass er seine Taten und Werke auch wirklich sehen lässt. So wird er zum Vorbild. Dazu gehört natürlich, dass er sein Tun angemessen zeigt – »in Sanftmut der Weisheit« – freundlich und bescheiden. (Vgl. Matth. 5, 14-16; Eph. 2, 10; 5, 8; Phil. 2, 14. 15.)
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