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Datum: Donnerstag, 07.05.2009
Bibelstelle: Jakobus 3, 17; 1, 5. 17
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil XIV



Jakobus 3
17 Die Weisheit von oben aber ist aufs erste rein, sodann friedsam, gütig, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt.
Jakobus 1
5 Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden.
17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.

Jakobus hat uns bisher aufgezeigt, dass biblisch verstandene Weisheit nicht
in erster Linie eine Frage des Lebensalters noch eine Frage natürlicher
Lebenserfahrung ist, sondern eine Frage der Gottesbeziehung. Diese Weisheit
kommt nicht vom Menschen, sondern von Gott, nicht von unten, sondern
»von oben«. Sie kann auch von oben erbeten werden. Sieben leuchtende
Merkmale kennzeichnen die göttliche Weisheit:

1. Die Weisheit, die von Gott kommt, »ist rein«. Das griechische Wort
meint »rein« nicht im Sinn von »sauber«, sondern im Sinn von »lauter,
unverfälscht«. Gedacht ist an die aufrechte und aufrichtige Gesinnung Gott
und Menschen gegenüber; eine Geisteshaltung, die nicht auf den eigenen
Vorteil bedacht ist. Ein treffendes Beispiel finden wir in Daniel 6, 4-23.
2. Die Weisheit, die von Gott kommt, »ist friedfertig«. Der Ausdruck zielt
nicht auf eine pazifistische (friedensbewegte) Einstellung. Der Gedanke des
Pazifismus bezieht sich auf ein politisches Programm, das das gewaltlose
Zusammenleben einer Nation regelt. Der biblische Friede spricht zuerst und
grundlegend die Beziehung des Menschen zu Gott an. Wer »Frieden mit
Gott« hat (Röm. 5, 1), ist für immer mit dem »Friede-Fürst« Jesus Christus
verbunden (Jes. 9, 5). Aus der Jesus-Verbundenheit wächst die wahrhaft
»friedfertige « Verbundenheit mit dem Nächsten (Matth. 5, 9; Kol. 3, 15).
Darüber hinaus dürfen sich alle »Bündnispartner« Gottes auf eine einzigartige
Zukunft im Friedensreich Gottes freuen, das er selber auf unsrer Erde einrichten wird (Jes. 11, 1-9; Offb. 20, 1-6). Doch selbst dieses Friedensreich
wird einmal zusammenbrechen, weil es zur gefallenen Welt gehört. Der
neue Himmel und die neue Erde aber geben allen Kindern Gottes ein ewiges,
geborgenes Zuhause bei Gott (Offb. 20, 7-10; 21, 1-5). – Christen dürfen um
Frieden in der Welt beten und selber als Friedensstifter leben. Zugleich
sollen sie um das Kommen und die Vollendung des Reiches Gottes bitten.
(Vgl. Matth. 6, 9ff; 1. Tim. 2, 1-6; 1. Kor. 15, 20-28.)



 

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