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nächsten Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil XVI vorherigen Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil XIV Archiv Datum: Freitag, 08.05.2009 Bibelstelle: Jakobus 3, 17 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Was unsere Worte bewirken können – Teil XV Jakobus 3 17 Die Weisheit von oben aber ist aufs erste rein, sodann friedsam, gütig, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt. Ein englischer Bibelausleger schreibt zur Weisheit, die »friedfertig« ist: »Wahre Weisheit bewirkt gute Beziehungen, im Gegensatz zu jener anmaßenden Klugheit, die die Menschen spaltet, sodass der eine verächtlich auf den anderen herabblickt. Klugheit kann grausam sein und Freude daran finden, andere mit zwar klugen, doch schneidenden Worten zu verletzen. Ebenso gibt es eine verderbte, gottlose Klugheit, die reine Menschen dazu verführt, Gott untreu zu werden. Wahre Weisheit aber bringt die Menschen einander und Gott immer nur näher.« Angesichts so vieler Reibereien, Streitereien und Spaltungen auch unter Christen ist die Zusage Gottes wie ein unerschöpfliches Konto, von dem man immer abheben kann, was fehlt: »Wem Weisheit mangelt, der bitte Gott darum, der allen gern und willig gibt« (Jak. 1, 5). 3. Die Weisheit, die von Gott kommt, ist »nachsichtig«. Das griechische Wort lässt sich kaum ins Deutsche übersetzen. Wir müssen es umschreiben. Der Begriff ist ein Hoheitswort, das auf die königliche Majestät Gottes bezogen wurde. Nur einer, der alle Macht besitzt, kann sich nachsichtig, gütig verhalten. »Der Schwache wird immer ängstlich Macht und Würde verteidigen wollen; der vom Himmel Bevollmächtigte kann alle rettend-heilende, alle vergebend-erlösende Milde entfalten, auch persönlichen Gegnern gegenüber« (Preisker). »Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes, machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit « (Tit. 3, 4. 5). In 2. Korinther 10, 1 stellt der Apostel Paulus diese barmherzige Milde des Herrn Jesus Christus als Vorbild für seine Nachfolger dar. Was heißt das praktisch angewandt? Vergleiche Philipper 4, 5; Titus 3,2; 1. Timotheus 3, 3 und Lukas 11, 4. Ein Jesus-Jünger kann es lernen, auf sein gutes Recht zu verzichten, schonende Liebe, hochherzige Nachsicht, gütige Rücksichtnahme und selbstlose Großzügigkeit walten zu lassen.
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