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nächsten Text: Aus dem Leben Elisas – Teil XVI vorherigen Text: Was unsere Worte bewirken können – Teil XVII Archiv Datum: Montag, 11.05.2009 Bibelstelle: 2. Könige 6, 8-13 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elisas – Teil XV 2. Könige 6 8 Und der König von Aram führte Krieg gegen Israel; und er beriet sich mit seinen Knechten und sagte: An dem und dem Ort soll mein Lager sein. 9 Da sandte der Mann Gottes zum König von Israel und liess [ihm] sagen: Hüte dich, an diesem Ort vorbeizuziehen! Denn dort kommen die Aramäer herab. 10 Und der König von Israel sandte hin an den Ort, den der Mann Gottes ihm gesagt und [vor dem] er ihn gewarnt hatte, und war dort auf der Hut. [Das geschah] nicht [nur] einmal und nicht [nur] zweimal. 11 Da wurde das Herz des Königs von Aram über diese Sache [sehr] beunruhigt, und er rief seine Knechte und sagte zu ihnen: Könnt ihr mir nicht mitteilen, wer von den Unseren zum König von Israel [hält]? 12 Da sagte einer von seinen Knechten: Nein, mein Herr [und] König, aber der Prophet Elisa, der in Israel ist, teilt dem König von Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafzimmer redest. 13 Da sagte er: Geht hin und seht, wo er ist! Ich werde hinsenden und ihn holen. Und es wurde ihm berichtet: Siehe, er ist in Dotan. Wir treten in eine Zeit ein, in der der König von Aram (Syrien) gegen Israel Krieg führte. Kurz und knapp lesen wir in Vers 8 von einer strategischen Planungssitzung des Königs mit seinen Generälen für einen Überfall. Es ging darum, eine Art »Basislager« für den Feldzug zu bestimmen. Dieser sollte als Stützpunkt für die Überfälle dienen. Ob zugleich an einen »Hinterhalt« gedacht war (Lutherübersetzung), geht aus dem hebräischen Text nicht klar hervor. Das Ergebnis der Besprechung musste natürlich streng geheim bleiben. Zum gleichen Zeitpunkt schickte der Prophet Elisa einen Boten zum König Israels nach Samaria. Er warnte den Regenten davor, sein Heer an jenem feindlichen Stützpunkt vorbeiziehen zu lassen. »Denn dort kommen die Aramäer herab« (V. 9). – Es ist höchst erstaunlich, dass Elisa die geheime Lage kannte, um sie dem König von Israel überbringen zu lassen. Damit hatte Gott ein gewisses politisches Gegengewicht geschaffen. Ein Ausleger schreibt dazu: »Das politische Gegengewicht im alttestamentlichen Gottesvolk war nicht eine ohnmächtige Protestkundgebung, nicht die eigene Rüstungsindustrie, noch die weltlichen Bündnisse, sondern das waren die Männer Gottes mit prophetischem Blick.« Wir sind nicht der Prophet Elisa, und wir leben in einer völlig anderen Situation und Zeit. Aber eins ist immer gleich: Die Gemeinde Gottes ist bedrängte Gemeinde – ob es um ihre Verführung oder Vernichtung geht. Sie ist vielen Nöten und heimtückischen Gefahren ausgesetzt. Darum braucht sie offene Augen. Wir dürfen Gott bitten, dass er uns auf Gefahren, die wir nicht unbedingt als solche erkennen, aufmerksam macht. Aber auch, dass wir Verantwortung für die Gemeinde Gottes übernehmen und ihr mutig die Gefahren vor Augen halten. (Vgl. Spr. 20, 12; 1. Kor. 16, 13; Eph. 6, 18; 1.Thess. 5, 11; Hebr. 3, 13.)
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