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nächsten Text: Aus dem Leben Elisas – Teil XVIII vorherigen Text: Aus dem Leben Elisas – Teil XVI Archiv Datum: Mittwoch, 13.05.2009 Bibelstelle: 2. Könige 6, 17-23 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus dem Leben Elisas – Teil XVII 2. Könige 6 17 Und Elisa betete und sagte: HERR, öffne doch seine Augen, dass er sieht! Da öffnete der HERR die Augen des Dieners, und er sah. Und siehe, der Berg war voll von feurigen Pferden und Kriegswagen um Elisa herum. 18 Und sie kamen zu ihm herab. Und Elisa betete zu dem HERRN und sagte: Schlag doch diese Kriegsschar mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit nach dem Wort des Elisa. 19 Und Elisa sagte zu ihnen: Dies ist nicht der Weg und dies nicht die Stadt. Folgt mir! Ich will euch zu dem Mann führen, den ihr sucht. Und er führte sie nach Samaria. 20 Und es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sagte Elisa: HERR, öffne die Augen dieser [Männer], dass sie sehen! Da öffnete der HERR ihre Augen, und sie sahen. Und siehe, [sie waren] mitten in Samaria. 21 Und der König von Israel sagte zu Elisa, als er sie sah: Soll ich losschlagen, soll ich losschlagen, mein Vater? 22 Er aber sagte: Du sollst nicht schlagen! Würdest du [etwa] die erschlagen, die du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen genommen hast? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken und [dann] zu ihrem Herrn ziehen! 23 Und er richtete ein grosses Festmahl für sie aus, und sie assen und tranken. Dann entliess er sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Und die Streifscharen Arams kamen fortan nicht mehr in das Land Israel. Eben noch betete Elisa um geöffnete Augen – jetzt betet er darum, dass Gott den Feinden die Augen verschließen möge. In großer Gelassenheit geht der Prophet seinen Feinden entgegen, fühlt sich ihnen nicht ausgeliefert, weil er seinen Gott kennt. (Lies Ps. 124, 1-8.) Je mehr wir auf Gott, auf seine Größe und Macht schauen, desto besser sind wir vorbereitet auf die Schwierigkeiten, die uns begegnen. (Lies Ps. 16, 8; 141, 8.) Elisa hat es mehrfach erlebt, dass das Gebet der Weg ist, auf dem Gott das Vertrauen seines Dieners stärkt und nicht enttäuscht. Auch dieser Bericht über die feindlichen Aktionen lässt erkennen: »Elisa betet, und ohne dass ein Schwert erhoben wird, ändert sich die Lage. Der Gesuchte wird ihr Führer, und die geballte militärische Kraft geht nach vierstündigem Marsch mit vollem Ornat in Gefangenschaft. Gott verwirrte ihre Sicht für die Realität« (G. Hopp). Elisa hätte angesichts der Übermacht des Feindes verzagen können. Aber er entschied sich, seinem Gott zu vertrauen. Darum geht es auch immer wieder in unserem Leben. Wir wissen es nur zu gut, dass es auf dem Glaubensweg immer Gründe zum Verzagen gibt, denn die Gegenspieler Gottes sind da, und manchmal scheinen sie uns zu erdrücken. Aber die Schrift lehrt uns, dass es einen Unterschied gibt zwischen denen, die verzagen, und denen, die vertrauen. Ernst Modersohn fordert uns heraus: »Mach dir das einmal gründlich klar, und dann gib aller Verzagtheit den Abschied. Es ist gar kein Grund zum Verzagen vorhanden! Gar keiner! Aber zum Vertrauen sind tausend Gründe vorhanden!« (Vgl. Jes. 35, 4; 5. Mose 20, 1-4.) – Unter der Führung Gottes sollte der israelitische König nicht blutige Rache, sondern göttliche Güte walten lassen. Das Ergebnis ist verblüffend, wie wir in Vers 23 lesen.
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