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19.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XXIII

18.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XXII

17.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XXI

16.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XX

15.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XIX

14.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XVIII

13.05. Aus dem Leben Elisas – Teil XVII

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Datum: Freitag, 15.05.2009
Bibelstelle: 2. Könige 6, 32. 33
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – Teil XIX



2. Könige 6
32 Elisa aber sass in seinem Haus, und die Ältesten sassen bei ihm. Und der König sandte einen Mann vor sich her. Bevor nun der Bote zu ihm kam, sagte er zu den Ältesten: Habt ihr gesehen, dass dieser Mördersohn hergesandt hat, um mir den Kopf abzuschlagen? Seht zu, sobald der Bote kommt, verschliesst die Tür und drängt ihn mit der Tür zurück! Ist nicht der Schall der Tritte seines Herrn hinter ihm [zu hören]?
33 Noch redete er mit ihnen, siehe, da kam der Bote zu ihm herab; und er sagte: Siehe, dieses Unglück [kommt] von dem HERRN. Was soll ich noch [länger] auf den HERRN warten?

Wir haben festgestellt, dass König Joram seinem Ärger über das Ausbleiben
der Hilfe Gottes freien Lauf ließ. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und
übertrug diesen Ärger und Hass auf den Propheten Elisa. »Es ist im Grunde
eine fatale Situation. Menschlich gesprochen ist die Reaktion verständlich.
Die geballten Fäuste, die sich gegen den Boten Gottes richten, wenden sich
im Grunde gegen Gott: Gott ist an allem schuld! Man schlägt um sich, weil
man nicht mehr in sich geht« (T. Wendel).

Bei Elisa hatte sich der Ältestenrat der Stadt versammelt, vielleicht ein
Zeichen dafür, dass sie sich zum Gott Israels halten wollten. Dann bildete
diese Gruppe ein geistliches Gegenwicht zur Gottlosigkeit des Königs. Der
Herr selber hatte Elisa bereits in Kenntnis darüber gesetzt, was geschehen
sollte. Elisa behielt einen klaren Durchblick, er ließ sich nicht einschüchtern,
und er floh nicht. Der Prophet weiß: Mein Leben ist in Gottes Hand. Und
trotzdem bleibt er nicht untätig. Er weist die Männer an, die Tür zu verrammeln
und sich dagegenzustemmen, damit der Feind nicht eintreten kann. »Das müssen auch wir tun. Es gibt auch bei uns solche Türen, durch die der Feind gerne eindringen möchte. Die Ohren sind solche Türen. Oder er bedient sich der Augen. Stell eine Schildwacht auf bei deinen Ohren und bei deinen Augen! Und wenn der Feind seinen Boten schickt, eine Versuchung zur Sünde, dann mach die Tür zu und stoße die Boten Satans hinaus« (E. Modersohn). (Vgl. 5. Mose 23, 10; Luk. 21, 34.) In 2. Könige 7, 1 lesen wir, wie mutig und entschlossen Elisa auftritt: »Hört des Herrn Wort. So spricht der Herr!« Elisa kommt in der Vollmacht Gottes, der König und sein Bote in eigener Macht. Welch ein Unterschied!


 

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