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Datum: Montag, 18.05.2009
Bibelstelle: 2. Könige 8, 1-6
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – Teil XXII



2. Könige 8
1 Und Elisa hatte zu der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, gesagt: Mache dich auf und geh [fort], du und dein Haus, und bleibe als Fremde, wo du bleiben kannst! Denn der HERR hat eine Hungersnot herbeigerufen; die wird auch ins Land kommen sieben Jahre lang.
2 Da machte sich die Frau auf und tat nach dem Wort des Mannes Gottes: Sie ging [fort], sie und ihr Haus, und blieb als Fremde in dem Land der Philister sieben Jahre lang.
3 Und es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte die Frau aus dem Land der Philister zurück. Und sie ging aus, um zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes zu schreien.
4 Der König aber redete gerade zu Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes, und sagte: Erzähle mir doch all die grossen Taten, die Elisa getan hat!
5 Und es geschah, während er dem König erzählte, dass Elisa den Toten lebendig gemacht hatte, siehe, da schrie die Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes. Da sagte Gehasi: Mein Herr und König! Das ist die Frau, und das ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.
6 Und der König fragte die Frau, und sie erzählte es ihm. Da gab der König ihr einen Hofbeamten mit und sagte: Erstatte alles zurück, was ihr gehört, sowie den ganzen Ertrag des Feldes, von dem Tag ab, an dem sie das Land verlassen hat, bis jetzt!

Das geschilderte Ereignis zeigt uns, »dass Gott groß ist und alle seine Pläne
verwirklicht, trotz der Sündhaftigkeit der Menschen« (W. Wiersbe). Wir können es bereits in den Versen 1 und 2 lesen, dass Gott der Herr ist auch über die Natur. Er selber hatte die Hungersnot über das Land kommen lassen.
Diese Maßnahme konnte Gott vornehmen, um sein abtrünniges Volk zurück
in die Gemeinschaft mit ihm und zum Gehorsam gegenüber ihm zu rufen.
Bei der hier erwähnten Hungersnot handelt es sich wahrscheinlich um diejenige, von der wir bereits in 2. Könige 4, 8-37 gelesen haben. Kann Gott so etwas tun – Menschen an den Rand ihrer Existenz bringen? Er kann es, weil
er der Herr über alle Dinge ist. Und als Herr setzt er der Not und dem Elend
auch ein Ende. »Wenn die Menschen das Wort Gottes außer Acht lassen,
kann es sein, dass der Herr durch seine Schöpfung zu ihnen spricht und sie
letztendlich daran erinnert, wer im Regiment sitzt« (W. Wiersbe). (Dazu Ps.
9, 8. 9; 67, 5; 2. Mose 15, 18; Jer. 10, 10.) Sieben Jahre war die Frau auf
Anraten Elisas außer Landes gewesen. Nach ihrer Rückkehr stellte sie fest,
dass andere ihren Besitz an sich genommen hatten. In ihrer Not wandte sie
sich an den König. Der ließ sich gerade von Gehasi, dem Diener Elisas, die
großen Taten Gottes durch den Propheten erzählen. Dazu gehörte auch die
wunderbare Geschichte der Schunemiterin. König Joram muss betroffen
gewesen sein, weil er an dieser Biografie deutlich ablesen konnte, dass Gott
Herr über Leben und Tod ist. (Vgl. Ps. 66, 9; Hiob 12, 10; Apg. 17, 28.) Gott
hat und behält die Fäden in seiner Hand. Er wacht über die Ereignisse des
tagtäglichen Lebens.


 

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