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Datum: Mittwoch, 20.05.2009
Bibelstelle: 2. Könige 13, 17-21
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Aus dem Leben Elisas – Teil XXIV



2. Könige 13
17 Und er sagte: Öffne das Fenster nach Osten! Und er öffnete es! Und Elisa sagte: Schiess! Und er schoss. Da sagte er: Pfeil der Rettung von dem HERRN und Pfeil der Rettung gegen Aram! So wirst du bei Afek Aram schlagen bis zur Vernichtung.
18 Dann sagte er: Nimm die Pfeile! Und er nahm sie. Und er sagte zum König von Israel: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und hielt inne.
19 Da wurde der Mann Gottes zornig über ihn und sagte: Zu schlagen war fünf- oder sechsmal, dann hättest du Aram bis zur Vernichtung geschlagen. Jetzt aber wirst du Aram [nur] dreimal schlagen.
20 Und Elisa starb, und man begrub ihn. Und es kamen moabitische Räuberscharen ins Land, als das Jahr anfing.
21 Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die Räuberschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas. Als aber der Mann [da hinein]kam und die Gebeine Elisas berührte, da wurde er lebendig und stellte sich auf seine Füsse.

Wird König Joasch nach dieser eindrücklichen Zeichenhandlung dem Wort,
das ihm eine vollständige Rettung verhieß, auch wirklich Vertrauen schenken?
Wie so oft im Leben, bleiben uns Glaubens-Prüfungen nicht erspart.
In diese Richtung dürfen wir die zweite Zeichenhandlung, bei der wieder
der König die ausführende Person ist, verstehen. Es ist Teil der göttlichen
Seelsorge, dass Gott unseren Glauben nicht auf die Probe stellt, ohne ihn
zuvor zu stärken. (Vgl. Jer. 11, 20a; 1. Thess. 2, 4.)

Elisa ordnet an, die übrigen Pfeile zu nehmen und sie auf den Boden zu
schlagen. Joasch gehorcht und schlägt einmal, zweimal, dreimal. Dann hört
er auf und nimmt wieder seine königliche Würde ein. Da muss der Prophet
ihm sagen, dass er nur Teil-Siege, nicht den ersehnten vollständigen Sieg
über die Aramäer erlangen wird. Doch darum ging es gerade, und völliger
Sieg war ihm mit göttlicher Autorität zugesagt. Vielleicht kam es Joasch
eines Königs unwürdig vor, mit den Pfeilen auf den Boden zu schlagen.
Vielleicht fand er es kindisch; denn mit Pfeilen schießt man. So eigenartig
der Befehl Elisas sein mochte, so einfach war er doch. Joasch hätte anhaltend
auf den Boden schlagen sollen. Gott fordert uns nicht zum anhaltenden
Schlagen auf den Boden heraus, sondern zum anhaltenden Gebet. (Lies Apg.
6, 4; Röm. 12, 12; Eph. 6, 18; Kol. 4, 2.) Wir sind schnell dabei, zu resignieren und geben deshalb dem Herrn nicht die Gelegenheit, sich als der Starke zu erweisen.

In großer Kürze erfahren wir, dass Elisa starb. Aber selbst in seinem Tod,
über das Grab hinaus, geht Leben von ihm aus. Wir dürfen darin einen
Hinweis auf Jesus sehen, dessen Tod nicht zeitliches, sondern ewiges Leben
bringt. Wer in Berührung mit dem gekreuzigten Herrn kommt und an ihn
glaubt, wird leben.


 

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