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nächsten Text: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil III vorherigen Text: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil I Archiv Datum: Samstag, 23.05.2009 Bibelstelle: Judas 3-19 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil II Judas 1 3 Geliebte, da ich allen Fleiss anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den ein für allemal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen. 4 Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen. 5 Ich will euch aber, obwohl ihr alles wisst, erinnern, dass der Herr, nachdem er das Volk einmal aus dem Land Ägypten gerettet hatte, zum zweitenmal die vertilgte, die nicht geglaubt haben; 6 und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des grossen Tages mit ewigen Fesseln in Finsternis verwahrt, 7 wie [auch] Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden. 8 Ebenso aber beflecken auch diese als Träumende das Fleisch, die Herrschaft aber verachten sie, Herrlichkeiten aber lästern sie. 9 Michael aber, der Erzengel, wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich! 10 Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen; alles, was sie aber von Natur aus wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich. 11 Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben, und in dem Widerspruch Korahs sind sie umgekommen. 12 Diese sind Flecken bei euren Liebesmahlen, indem sie ohne Furcht Festessen mit [euch] halten und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden fortgetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; 13 wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. 14 Es hat aber auch Henoch, der siebente von Adam an, von ihnen geweissagt und gesagt: `Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Tausenden, 15 Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten [Worten], die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben. 16 Diese sind Murrende, die mit dem Schicksal hadern und nach ihren Begierden wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und sie bewundern Personen um des Vorteils willen. 17 Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus vorausgesagten Worte! 18 Denn sie sagten euch, dass am Ende der Zeit Spötter sein werden, die nach ihren Begierden der Gottlosigkeit wandeln. 19 Diese sind es, die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte [Menschen], die den Geist nicht haben. »Ich hielt es für nötig, euch zu schreiben, denn es geht um unser gemeinsames Heil.« Eine Gruppe von außen hatte sich in die Gemeinde eingeschlichen. Sie gefährdete die Einheit und die gesunde biblische Lehre der Gemeinde. Darum sollen die Gläubigen geistlichen Widerstand leisten. Nicht für das Heil an sich haben sie zu kämpfen, das hat Gottes Sohn ein für alle Mal erstritten. Dieses Heil kann dem Geretteten niemand nehmen. Aber die Botschaft von der Gnade Gottes war gefährdet. »Denn es haben sich unfromme Menschen eingeschlichen, die Gottes Gnade verkehren zur Ausschweifung.« Das waren Menschen, die meinten, die »wahre christliche Freiheit« für ihr Leben entdeckt zu haben. »Sie verleugnen aber mit ihrer Lebensweise den alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus«. Judas erwähnt drei Gerichtsbeispiele aus dem Alten Testament und macht damit deutlich, dass Gott auch die gegenwärtigen Verführer richten wird, von denen in den Versen 8-16 die Rede ist. »Ihr aber, Geliebte!« (V. 17) So spricht er die Christen an, die in der Gefahr stehen, verführt zu werden und vor der Frage stehen: Was sollen wir tun? Wie sollen wir uns verhalten? Wie können wir standhaft bleiben? – Diese Frage treibt manche Kinder Gottes auch in unserer Zeit um, wenn neue Strömungen und Meinungen in die Gemeinde Einzug halten. »Was sollen wir tun?« Judas bittet seine Briefempfänger, nicht zu vergessen, was sie aus der Schrift wissen. »In dieser Situation, da neue Strömungen in die Gemeinde eingebrochen sind und ein neues Christentum propagieren, ist der Gemeinde nicht mit irgendetwas ›Neuem‹ gedient, sondern gerade nur mit der Erinnerung an das, was sie ein für alle Mal wissen. (Vgl. V. 5.) Nur das erneute, bewusste Stehen auf dem alten Glaubensgrund macht sie fähig zur klaren Abwehr« (W. de Boor). (Lies 1. Kor. 15, 33; Luk. 17, 1.)
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