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Datum: Donnerstag, 28.05.2009
Bibelstelle: Judas 21; 1. Korinther 13, 8
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil VII



Judas 1
21 erhaltet euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben.

1. Korinther 13
8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.

Die göttliche Liebe hört niemals auf

Wie anders ist das bei uns Menschen! Die Liebe zwischen Menschen kann in
eine Krise kommen. Einer kann den anderen »im Stich« lassen. Denken wir
an eine Krise im Leben von Johannes Markus. Er ging als junger Mitarbeiter
mit Paulus und Barnabas auf die erste Missionsreise.

Nach einiger Zeit jedoch verließ er die beiden Missionare und begab sich auf
den Weg nach Hause. (Lies Apg. 13, 13.) War ihm die Aufgabe zu schwer,
hatte er sich alles ganz anders vorgestellt? Die Schwierigkeiten und Entbehrungen auf dieser Reise waren gewiss groß. Irgendwann gab Johannes
Markus auf. Paulus nahm ihm das übel, er wollte ihn bei der nächsten Reise
nicht dabeihaben. (Lies Apg. 15, 36-40.) Und wie mag Jesus das gesehen
haben? Vermutlich war Johannes Markus nicht aus reiner Abenteuerlust
mitgegangen. Hatte er nicht einen Ruf und Auftrag von seinem Herrn zu
diesem Dienst bekommen? Er hatte »Ja« gesagt. Aber unterwegs sagte er
»Nein« und ging nach Hause. War das nicht Grund genug, dass auch sein
Herr ihn aufgab? Es wäre traurig, wenn die Geschichte des Markus hier zu
Ende wäre. Der Herr gab ihn nicht auf. Im Gegenteil: Er brachte ihn liebevoll
zurecht. Das heißt, es geht durch Einsicht, Reue und Buße. Diesem Prozess
entzog sich Markus nicht. Der Herr konnte mit ihm weitergehen. Paulus
schrieb später: »Markus ist mir nützlich zum Dienst.« (Lies Kol. 4, 10; 1. Petr.
5, 13; 2. Tim. 4, 11.) Wie oft hätte uns der Herr schon aufgeben können, weil
unser Handeln und unsere Herzenshaltung nicht mit dem übereinstimmten,
was wir ihm einmal versprochen haben. Der Herr aber gibt uns nicht auf,
weil die göttliche Liebe nie aufhört. Sind wir untreu, so bleibt er doch treu
(2. Tim. 2, 13; 1. Kor. 13, 1-8).



 

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