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nächsten Text: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil XII vorherigen Text: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil X Archiv Datum: Montag, 01.06.2009 Bibelstelle: Galater 5, 13-26 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Das Wichtigste – die Liebe! – Teil XI Galater 5 13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder, nur [gebraucht] nicht die Freiheit als Anlass für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe! 14 Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. 15 Wenn ihr aber einander beisst und fresst, so seht zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt werdet! 16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht erfüllen. 17 Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das tut, was ihr wollt. 18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter Gesetz. 19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, 21 Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorhersagte, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden. 22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. 23 Gegen diese ist das Gesetz nicht [gerichtet]. 24 Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. 25 Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln. 26 Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, indem wir einander herausfordern, einander beneiden. Dieser Abschnitt zeigt deutlich, dass niemand Christ sein kann ohne den Heiligen Geist. Paulus betont: Wir stehen nicht mehr unter dem Gesetz. Christus hat uns zur Freiheit berufen. Der Mensch, der an das Gesetz glaubt, fragt hier natürlich sofort: Kann man dann also tun und lassen, was man will – Hauptsache, man glaubt? Genau das kann man eben nicht. Wer an Christus glaubt, hat den Heiligen Geist bekommen. Dieser Geist ist Gottes Kraft, die in den Glaubenden wirkt, die sie leitet und prägt. Die Freiheit ohne den Heiligen Geist führt ins Chaos. Sie ist missbrauchte Freiheit, die zum Vorwand für die Ich-Sucht wird. Das »Fleisch« – gemeint ist unser alter Mensch – ist ja immer noch da. Die »Werke des Fleisches« sind offenkundig: Streit, Neid, Jähzorn, Geltungssucht, Intrigen, Unversöhnlichkeit, Götzendienst, Schamlosigkeit, Unzucht . . . Wenn wir an Jesus glauben, erleben wir einen ständigen Krieg zwischen dem Geist Gottes und unserem alten Menschen. Dieser meldet sich immer wieder zu Wort. Aber er »ist mit Christus gekreuzigt« (Röm. 6, 6a). Dort ist das Urteil über ihn ergangen, und dieses Urteil bejahe ich, wenn ich glaube. Es kann passieren, dass der alte Mensch sich wieder selbstständig macht und uns überrumpelt. Auch ein echter Christ kann sündigen. Auch ein echter Christ braucht ständig neu die Vergebung. Aber solange wir glauben, herrscht der Geist in uns, und der alte Mensch wird ständig neu eingefangen und ans Kreuz gebracht. Letztlich kann er seinen Willen nicht durchsetzen. Trotz der Sünde, die immer noch in uns ist, und trotz der vielen Fehltritte, die wir immer noch begehen, leben wir ständig in der Vergebung. Wir dürfen ununterbrochen Gottes Kinder sein. Das ist die herrliche Freiheit, zu der Christus uns befreit hat.
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