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12.06. Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil V

11.06. Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil IV

10.06. Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil III

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Aidlinger Bibellese

Datum: Dienstag, 09.06.2009
Bibelstelle: 2. Mose 20, 1-26
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil II



2. Mose 20
1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe.
3 Du sollst keine andern Götter haben neben mir. -
4 Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist.
5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation] von denen, die mich hassen,
6 der aber Gnade erweist an Tausenden [von Generationen] von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. -
7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.
8 Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun,
10 aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt].
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. -
13 Du sollst nicht töten. -
14 Du sollst nicht ehebrechen. -
15 Du sollst nicht stehlen. -
16 Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. -
17 Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten [gehört].
18 Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk [das] wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen
19 und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben.
20 Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn [nur] um euch zu prüfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.
21 So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem Dunkel, wo Gott war.
22 Da sprach der HERR zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe.
23 Ihr sollt neben mir keine Götter aus Silber machen, auch Götter aus Gold sollt ihr euch nicht machen.
24 Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und deine Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.
25 Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie nicht als behauene [Steine] aufbauen, denn du hättest deinen Meissel darüber geschwungen und ihn entweiht.
26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blösse an ihm aufgedeckt wird.

Die Zehn Gebote geben uns Maß und Ziel für eine intakte Lebensführung
und sind die ethische Grundlage für den reibungslosen Verlauf des Zusammenlebens in einer Gesellschaft. Ihr Wert liegt darin, dass sie von Gott selbst ausgesprochen wurden und mit seiner Handschrift verfasst sind. (Vgl.
5. Mose 4, 13; 5, 22.) Sie eignen sich vorzüglich dazu, unser Leben zu schützen und zu ordnen. Ordnen kann heißen, wieder eine Form in den ungegliederten Ablauf der Zeit zu bringen. Vielleicht erleben wir unser Leben heute deshalb so chaotisch, weil nicht wenige Christen diese Grundsätze für ihre Lebensführung nicht mehr ernst genug nehmen.

Wenn mein Leben geordnet, d. h. Gottes Geboten untergeordnet ist, kann
ich auch andern helfen zu einer Neuordnung ihres Lebens. Es ist vor allem
immer wieder diese »Unterordnung« unter Gott, an der wir uns reiben. Ein
Ausleger nennt die Gründe dafür: »Wir wollen einen verfügbaren Gott, nicht
einen, dem wir zur Verfügung stehen. Wir wollen einen verfügbaren Gott
und nicht einen, der Gehorsam von uns fordert. Wir wollen einen verfügbaren
Gott und nicht einen, der uns mit Ansprüchen gegenübertritt.«

Wer sich aufmacht, um den Willen Gottes zu erkennen, muss sich zuerst
einmal hinterfragen, ob er ihn denn wirklich wissen will. Die Erkenntnis
seines Willens ist eng verknüpft mit unserer wirklichen Herzenshaltung. Wir
wissen, welch ein Kampf da in uns toben kann. Am Volk Israel können wir
beobachten, was es für Konsequenzen hat, wenn man den Willen des Herrn
weder hören noch befolgen will. Im Grund wollten sie nur ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen. Und wir? Immer wieder lesen wir in der Bibel von Menschen oder ganzen Völkern, die sich nicht an den Willen und die Gebote Gottes hielten. (Vgl. 2. Kön. 17, 16.) Wir finden aber großartige Verheißungen für diejenigen, die sie halten. (Dazu 5. Mose 28, 1-12; Spr. 3, 1. 2; 4, 4; 7, 2; 1. Joh. 5, 2. 3.)


 

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