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nächsten Text: Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil IV vorherigen Text: Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil II Archiv Datum: Mittwoch, 10.06.2009 Bibelstelle: 2. Mose 20, 1-26 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Warum es wichtig ist, Gottes Willen zu kennen – Teil III 2. Mose 20 1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach: 2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. 3 Du sollst keine andern Götter haben neben mir. - 4 Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation] von denen, die mich hassen, 6 der aber Gnade erweist an Tausenden [von Generationen] von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. - 7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. 8 Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, 10 aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt]. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. - 13 Du sollst nicht töten. - 14 Du sollst nicht ehebrechen. - 15 Du sollst nicht stehlen. - 16 Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. - 17 Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten [gehört]. 18 Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk [das] wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen 19 und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben. 20 Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn [nur] um euch zu prüfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt. 21 So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem Dunkel, wo Gott war. 22 Da sprach der HERR zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe. 23 Ihr sollt neben mir keine Götter aus Silber machen, auch Götter aus Gold sollt ihr euch nicht machen. 24 Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und deine Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen. 25 Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie nicht als behauene [Steine] aufbauen, denn du hättest deinen Meissel darüber geschwungen und ihn entweiht. 26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blösse an ihm aufgedeckt wird. Bei der Betrachtung der Zehn Gebote stellen wir fest, dass sie alle Lebensbereiche umfassen und bestimmen wollen: die Beziehung zu Gott, den wahren und falschen Gottesdienst, die Zeit, Autoritäten, den aktiven Schutz des Lebens, Ehe und Familie, den Besitz, das Reden. Gottes Gebote sind im wahrsten Sinn des Wortes lebensbejahend – einfach gut. (Lies Ps. 19, 9; 111, 7; 119, 98; Spr. 19, 16.) Diese Grundsätze des Willens Gottes sind in ihren Aussagen außerdem stark »beziehungsorientiert«, weil wir Menschen beziehungsorientierte Wesen sind und wir unsere Beziehungen, allen voran unsere Gottesbeziehung, immer wieder neu an den Maßstäben seiner Gebote prüfen sollten. Drei Fragen können uns dabei helfen: Was konkret ist in meinem Leben und Alltag ungeordnet? Lasse ich mein Dasein von Gott ordnen? Wo habe ich Mühe, göttliche Ordnungen zu akzeptieren? 2. Gott will, dass wir eins sind (Joh. 17, 20-23). Diese zweite, umfassende Äußerung des Willens Gottes ist eingebettet in das letzte große Gebet von Jesus für die Seinen. Es hat deshalb testamentarischen Charakter. Was ist mit der Bitte des Herrn um Einheit seiner Jünger gemeint? Zunächst will Jesus sagen, dass er weiß, wie schwer wir in der wirklichen Verbundenheit miteinander bleiben, und wie bedroht jede menschliche Gemeinschaft immer wieder ist. Deshalb bedürfen wir in dieser Sache seiner Fürbitte. Es geht dem Herrn hier nicht um eine organisatorische Einheit, die mit äußeren Machtmitteln aufrechterhalten werden kann. Einheit ist nicht gleich Übereinstimmung gleichförmiger Gedanken oder der Zusammenschluss gleichartiger Empfindungen. Wenn Jesus von Einheit spricht, meint er etwas anderes als die allgemein üblichen Vorstellungen. Einheit, die Jesus meint, hat ihren Ursprung in der Einheit, wie sie zwischen dem Vater im Himmel und seinem Sohn besteht (Joh. 17, 21; 1, 18; Matth. 11, 27). Diese Einheit kennzeichnet: Liebe, Heiligkeit, Sündlosigkeit, Wahrheit, Treue, Barmherzigkeit, Licht, Freude, Gerechtigkeit, Gnade, Güte . . .
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