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Datum: Sonntag, 14.06.2009
Bibelstelle: Jesaja 50, 4b; 55, 2b. 3a
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Jesus unser Vorbild im Hören auf Gott – Teil II



Jesaja 50
4b Er weckt [mich, ja] Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören].
Jesaja 55
2b Hört doch auf mich, und esst das Gute, und eure Seele labe sich am Fetten!
3a Neigt euer Ohr und kommt zu mir! Hört, und eure Seele wird leben!

Rede, Herr, ich höre! Ein Christ unserer Tage sagte dazu: »Wenn der Mensch
horcht, redet Gott. Wenn der Mensch gehorcht, handelt Gott. Es geht nicht
darum, dass wir Gott Ideen geben. Es geht darum, dass er uns Weisung
gibt.« Wir sollten uns auch immer wieder prüfen, ob wir wirklich auf Gott
hören wollen, und ihm am Tag Gelegenheiten einräumen, zu unserem Herzen
zu reden. (Siehe 4. Mose 9, 8; 1. Sam. 3, 10; Ps. 85, 9.) Das Erkennen
seines Willens und die Erfahrung göttlicher Führung sollten für uns zu einer
normalen Erfahrung werden.

Wenn wir in der Stille vor Gott sind, können uns viele unruhige Gedanken
durch den Kopf gehen. Wie kommen wir zur Ruhe, um Gottes Stimme hören
zu können? Es kann hilfreich sein, wenn wir unsere Gebete, die biblischen
Texte und die Auslegung mit unserer Stimme hörbar zum Ausdruck bringen.
Manches können wir auch schriftlich festhalten: Erkenntnisse, Fragen,
konkrete Gehorsamsschritte, Bibelworte, die uns unmittelbar angesprochen
haben. Vielen ist es auch eine Hilfe, Dinge, die noch zu erledigen sind, auf
einen Extra-Zettel zu notieren. Das entlastet und hilft, uns auf das Wort
Gottes zu konzentrieren. Zur Sammlung unserer Gedanken kann, z. B. zu
Beginn unserer »Zeit mit Gott«, auch ein Lied helfen, das wir singen, summen
oder sprechen.

Von unserem Herrn Jesus Christus lernen wir, dass wir in »Blickkontakt« mit
dem Vater bleiben. In allem Arbeitstrubel gibt es immer wieder kleine »Zeitnischen«, in denen wir »Blitzgespräche« mit ihm haben dürfen: z. B. bei Mechanischen Arbeiten, in Wartezeiten, im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln . . . Es sind die kleinen Augenblicke, in denen wir dankbar und bittend mit unserem Herrn im Gesprächskontakt bleiben. Wir müssen uns hier nicht unter einen Leistungsdruck bringen, sondern in unserem Herzen einfach mit Jesus sprechen. (Vgl. Ps. 119, 164; Neh. 2, 4. 5; Dan. 6, 11; Luk. 2, 49.)


 

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